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Mittwoch und Donnerstag, 1. und 2. Juli Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – in Pyrgos

Am Mittwochnachmittag wird auf die Schnelle der Kühlschrank inspiziert, Jürgen ist seit Tagen mit der Kühlleistung nicht zufrieden. Zum Glück gibt es eine kleine Inspektionsluke auf der Rückfront vom Womo, so kann Jürgen den Brenner demontieren und alle Teile reinigen, nach dem Neustart scheint die Kühlleistung besser zu sein.
Heute zum 1. Juli gibt es eine weitere Veränderung der Corona-Einschränkung, die Türme der Strandwacht sind besetzt, meist sind wir aber alleine im Wasser.

Ach: Lieber Erik, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Unseren fast täglichen Einkauf erledigen wir heute noch etwas später wie sonst, tatsächlich ist die „Hauptstraße“ belebter, in den Cafés/Restaurants sitzen vorwiegend ältere Männer beim Kaffee mit dem Wasserglas vor sich. In der Metzgerei in der Ortsmitte warten wir vergeblich auf die Verkäuferin, dann kaufen wir halt zunächst im Grünzeugladen ein, zurück in der Metzgerei immer noch kein Personal. Wir warten vor dem Eingang, dass sich etwas tut, soll ja niemand den Verdacht bekommen, wir würden uns selbst bedienen. Die Verkäuferin vom gegenüberliegenden Kiosk macht uns netterweise auf ein Hinweisschild aufmerksam, unter den kyrillischen Buchstaben sind ein paar arabische Zahlen. Sie gibt uns zu verstehen, dort müsst ihr anklingen, wenn ihr Fleisch möchtet. Ein Telefon haben wir nicht dabei, netterweise weckt sie den Meister. 🥰  Kurz darauf haut er uns ein paar Koteletts vom Strang, die waren so groß, dass sie nicht in die Pfanne passten. Ein wenig improvisiert, erst die untere Hälften gebraten, dann die obere mit dem langen Stiel, trotz der etwas längeren Bratzeit sind die Koteletts nicht zu trocken geworden.

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Nein, das sind nicht die RIESENKotelett, bei der schwierigen Aktion entstanden keine Photos 📸

Nach dem Essen sitzen wir noch lange vor dem Womo, genießen den Sonnenuntergang und das Konzert der Grillen, Fröschen und wer weiß was. Ein wenig entfernt fliegen die Fledermäuse hin und her, wir würden uns wünschen, dass sie über unsere Köpfe schwirren und ein paar lästige Insekten vertilgten. 😉

Am Donnerstag lesen wir wieder, dass ein heißes Weekend ansteht, solange etwas Wind weht, geht das uns am Arsch vorbei.

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Wasser haben wir genug, Schatten auch, uns ist das Wetter egal 😎

Wir werden uns rechtzeitig mit reichlich Getränken eindecken, der Kühlschrank kühlt jetzt auch wieder zufriedenstellend.
Gestern Abend, nachdem wir uns schon in das Womo gegeben hatten, parkte noch ein Womo ein, das Zweite, welches wir seit Januar sehen. Heute schielten wir immer wieder mal rüber, sahen aber niemanden von der Crew.

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Unsere Stranddusche 🚿

Ü-Platz: Pyrgos

Kategorien: 2020-07 Juli, Zypern | Schlagwörter: , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Donnerstag bis Dienstag, 25. bis 30. Juni bis Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – nach und in Pyrgos

Das Wetter App hat sich geirrt, das Wetter, das für Donnerstag angekündigt war, fiel heißer aus wie versprochen.
Den Tag verbringen wir im Schatten, lauschen, ob der Bach am Morgen wirklich viel lauter ist wie am Nachmittag. Auch die Laute von den Zikaden/Grillen ist der Beachtung wert, quakt da auch noch ein/e Frosch/Unke dazwischen?
Stress wieder ohne Ende, die Siesta zu Mittag fällt auch aus, bei dem Krach kann doch kein Mann vernünftig dösen. 😴

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Das häßliche Boot ist natürlich nicht unser eins 😉

Am Freitag haben wir eine Mission! Heute machen wir uns gleich nach dem Frühstück auf dem Weg zur Küste, das Motorrad hatten wir schon gestern dezent hinter dem Wohnmobil platziert, die Motoradkleidung bereit gelegt.
Beim Start in unserem einsamen Tal waren es aber schon 29°C, nur wenige Kilometer auf dem Weg zur Küste kletterte die digitale Anzeige auf 32°C. 😎  Im ersten Ort am Meer lockte uns zuerst ein Schild 》》》 „Beach“ an einen felsigen Strand, davor nur ein schattenloser Wendehammer. Zurück in den Ort grüßte uns die Besatzung eines uns entgegen kommenden 🚔 Streifenwagens! 😀 Nach einigem Probieren finden wir direkt hinter dem Ort, noch fußläufig, ein großes Wald- und Wiesenareal, ein paar Zelte sind da auch aufgebaut.

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Nicht schlecht, nicht ? 🤗

Wir machen uns in Gedanken einen Knoten ins Gehirn 🤯 und kundschaften den Ort aus. Auf Anhieb sehen wir recht viele schnuckelige Tavernen/Restaurants, drei „Supermärkte“ und diverse kleinere Geschäfte. Am letzten (größten?) Markt parken wir im Schatten und stürmen in den wie gewohnt sehr düsteren Einkaufstempel. Nach dem sich die Augen an die Dämmerung gewöhnt haben, können wir das meiste auch bestimmen bzw. erkennen. Bei manchen Produkten zieren nur griechische kyrillische Buchstaben das Produkt. Brot, Saft und Wein erkennen wir aber auch so, die Cerealien finden ja den Weg von selbst zu uns. 😃 Beim Abkassieren fragen wir nach einer Metzgerei, nur 300 m zurück, meint die Verkäuferin zu uns. Auf dem Weg dorthin passieren wir eine Taverne, vor der bestimmt 10 Motorräder stehen, die zelten bestimmt am Strand, so unsere Vermutung. Unseren Gruß erwidern sie alle.
In der Metzgerei kommen wir mit Englisch nicht weiter, da führt uns die Bedienung in die Kühlkammer.  🥶
Auf dem Rückweg gibt es noch einen Laden mit Grünzeug, da muß Dagmar auch noch rein, warum sie zum Grillen immer so viele Vitamine noch braucht? 🤔
Auf dem Nachhauseweg klettert die Temperaturanzeige auf 36 Grad, da sind wir froh, wie wir in das kleine schattige Tal wieder einbiegen können. Am Nachmittag macht Jürgen mit dem Motorrad noch eine Fahrt hinauf in das Tal, die Aussicht ist wunderbar, aber der Weg ist nicht viel befahren und der grobe, lose Untergrund bringt keinen Fahrspaß. Nach fünf Kilometer wird gewendet, nachdem eine kleine Herde blauschwarze Mufflonschafe aufgescheucht wurde.

Für das Wochenende ist eine neue Hitzewelle angekündigt, wir sind darauf vorbereitet. Im Bachbett haben wir am Samstag eine Außenstelle von unserem Kühlschrank eingerichtet, dort werden unsere Getränke kontinuierlich vom kühlen Bergwasser umspült.

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Kühlung nachhaltig 😊

Am Morgen lesen wir in den amtlichen Nachrichten, wo von extremen Temperaturen von 40 Grad gewarnt wird, wir im Schatten im engen Tal haben schon lange vor zwölf Uhr 37°C auf der digitalen Anzeige vom Klocki.
Jürgen muß am Vormittag eine Kleinigkeit am Moped richten, welches im Halbschatten steht. Die Werkzeugrolle, die in die Sonne gerät, heizt sich in wenigen Minuten so auf, dass das Werkzeug vor der Benutzung erst abkühlen muß. 😓
Heute sind wir uns sicher, dass der Bach im Laufe des Tages immer spärlicher fließt, zu unserem Vergnügen bleibt er aber gleich kühl, zum Wohle unserer Getränke und uns!  😉
Am Abend gibt es die Grillrippchen, die wir gestern in die Marinade gelegt hatten, wieder mal sehr lecker, das zypriotische Schweinefleisch.

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Ihr seid ja nicht gekommen 😋

Zu dem Sonntag gibt es nichts zu berichten, eine Hitzewarnung der Stufe gelb erhalten wir zum Frühstück. Genau wie gestern ist es wärmer wie die amtliche Mitteilung lautet, heute weht aber fast den ganzen Tag über etwas Wind.
Zum Abend werden die restlichen Rippchen gegrillt, heute sind sie in der süßscharfen Knofimarinade durchmariniert. 😋

Kato Pyrgos war am Montag unser Ziel. Damit wir nicht in die Hitze geraten, sind wir recht früh aufgestanden.
Nach einem letzten Frühstück auf unserer Terrasse über dem Bachbett werden die Möbel rüttelsicher verpackt und der Teppich eingerollt. Bis zum Brunnen war es mit dem Motorrad nur einen Klacks, mit dem Wohnmobil merkt man erst, wie steil es zunächst noch einmal den Berg hinauf geht, anschließend noch länger bis zur Meereshöhe hinab.

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Schon fast am Meer 😎

Am Brunnen gönnten wir uns einen längeren Aufenthalt, zum ersten war es auf dem schattenlosen Fleck sehr heiß, zum anderen füllten wir alle Luken voll mit dem frischen Nass. Wir hatten zwar dieser Tage mitbekommen, dass es auf dem Camping Toiletten und Dusche gab, aber die Qualität vom Wasser nicht getestet.

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Wir durchqueren am Rand die Sicherheitszone 😯

Beim letzten Besuch war es uns aufgefallen, dass ein Bach das Campingareal teilt, wegen der Mittagshitze haben wir darauf verzichtet, die Einfahrt zu dem sehr schattigen Teil zu erkunden. Rechtzeitig vor dem Strand parkten wir das Wohnmobil und machten uns zu Fuß zum Erkunden auf. Auf dem Platz angekommen, wurden wir gleich mit gekühlten Melonenstückchen begrüßt, von dort liefen wir den Fahrspuren zurück zum Womo, um sicher zu sein, dass die Durchfahrtshöhe auch Womotauglich ist.
War sie zum Glück und wenig später steht das Womo parallel zum Strand, die Meeresbrise weht gleich quer durch das ganze Womo. Die Möbel sind auch lange vor der Mittagspause gerückt, das „kühle“ Nass nach der Siesta getestet.
Paradiesisch ist der Strand leider nicht, dazu fehlt ihm der Sand, aber mit dem Kiesstrand ohne Touristenmassen, damit können wir gut leben. 😎
Am späten Nachmittag laufen wir die wenige Schritte in die Einkaufsmeile  😉, schauen uns um, ob wir eine Bäckerei finden, nur eine weitere Taverne tut sich uns auf. Im größten Supermarkt vom Ort gibt es erst einmal Nachschub an Getränken, in den Grünzeugshop und anschließend endlich zum Metzger. 😃  Hier erfahren wir, mit der Hilfe von anderen hilfsbereiten Kunden  dass es nur das Fleisch gibt, was in der Kühlkammer hängt, den Nachschub gibt es erst wieder am Freitagmorgen, den Termin werden wir nicht verpassen 😉

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Sudseee feeling 🏖

Für Dienstag hatten wir einen ruhigen Strandtag eingeplant, nun, … dort legten wir uns nicht in die Sonne.  Nein, wir blieben gemütlich im Baumschatten am Womo, bis zum Eintauchen der Zehen in das feuchte Nass (nein, kühl ist es nicht mehr) sind es keine 50 Meter. Auf direktem Weg geht es mehrmals täglich zum Bad, der Rückweg ist 10 Meter weiter, unter der Stranddusche wird das salzige Wasser abgespült.
Ihr seid mit dem AUTO nach ZYPERN gefahren? hören wir auf einmal. 🤔  Deutsch ohne jeden Dialekt. Etwas später ist alles geklärt, Julia lebt seit 10 Jahren mit einem Zyprioten zusammen, die kleine Lilith ist ihr Liebling.
Die kleine Lilith schaut verstört, wie kann der fremde Mann nur wie mein Opa heißen, das geht doch nicht!!! Ein wenig später ist sie beruhigt, es gibt jetzt zwei Jürgen.
Am Abend, wir sind gerade am Grillen, stürmt ein Mann, schwer bepackt auf uns los. Wir denken zunächst, wie in Marokko üblich, ein fliegender Händler möchte mit uns Geschäfte machen. Aber nein, er verteilt seinen üppigen Vorrat von Pfirsichen an die Gäste vom Camp. Jetzt stehen wir umsonst und bekommen auch wieder was zu essen.🥰

Ü-Platz: Pyrgos

Kategorien: 2020-06 Juni, Zypern | Schlagwörter: , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Dienstag bis Mittwoch, 16. bis 24. Juni Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – nach Agios Theodoros, Spilia und weiter Richtung Pyrgos

Auf der schattigen Straße vor der Werkstatt haben wir ruhig geschlafen, nur die neue Matratze ist immer noch etwas ungewohnt. Das Service Team belästigen wir nicht, hat uns der Meister doch zu verstehen gegeben, dass der Ersatzteilbote erst zu Mittag kommt. Den Vormittag nutzen wir, um den Blog zu vervollständigen, während es uns im  Womo immer wärmer wird, erst kurz vor dem Mittagessen kommt das Womo in den Schatten der Bäume. Nach unserer Kaffeepause fragen wir doch lieber mal nach, vielleicht haben wir den Boten ja übersehen. Bei unserem Anblick stutzt der Chef, er fragt seine Crew nach der Lieferung, aber der Bote war noch nicht da. Ein Anruf ergibt dann, dass der Bote noch unterwegs ist, erst gegen vier Uhr kommen unsere neuen Belege. Beim Zusammenbauen tun sich die Mechaniker schwer, erst gegen sechs Uhr verlassen wir die Servicestation, nur 100 € ärmer, ist doch ein faier Preis? 🤔
Nach dem Mittagessen hatten wir uns einen Stellplatz ausgesucht, den erreichten wir nach gut zehn Kilometer, ein ehemaliger Fußballplatz wurde zum Parkplatz degradiert, wir parken vor dem Tor ⚽ 🥅  ⚽ im Schatten ein.
In der Dämmerung staunen wir mal wieder, einige Straßenlaternen spenden ein wenig Licht, unzählige Zikaden usw. geben ein lautes Konzert, ein intensives Geräusch in der Bergeinsamkeit.

Die starke Morgensonne knallt ganz schön am Mittwoch auf die Breitseite und kein Lüftchen weht über dem ehemaligen Sportplatz, ein Grund, zeitig in die Pötte zu kommen.
Unser heutiges Programm sieht einen Großeinkauf im nächsten geeigneten Supermarkt vor, am Wochenende hatten wir die Vorräte im Froster vertilgt und den Kühlschrank enteist und direkt eine Grundreinigung vorgenommen. Jetzt gibt es nur noch ein paar Not-Konserven, aber wir stehen ja auf frische Lebensmittel. 😃
Im Ort, wo wir die neuen Bremsen für den Anhänger bekommen haben, gab es zwar einen „Supermarkt“, aber … 😕
Klar, wir sind durchgelaufen in dem in schummriges Licht getauchten Markt, soweit die Ware mit Preisen versehen waren, unglaublich. Glaubt ihr nicht, nur ein Beispiel: 1 Dose mit Hering, die Dose zierte der Aufdruck RÜGEN, fast 4 Euro für ca. 200 Gramm. 😣
Vom Sportplatz zur Hauptstraße passieren wir mehrere Mülltonnen, an der ersten machen wir auch gleich 🛑 Stopp und ein Wasserhahn nur wenige Meter weiter. Im nächst größeren Ort schauen wir nach einer Bank 🏦, der Werkstattcheffe hatte fast unseren restlichen Bargeldvorrat kassiert. 😉 Ohne Bargeld geht es hier auf Zypern nicht immer, kleine Geschäfte usw. mögen keine Kartenzahlung.
Im Supermarkt wird der Einkaufswagen 🛒 fast bis oben hin vollgepackt, richten uns für die nächsten zwei Wochen ein, ohne Einkauf auszukommen. Nun war es nach der Shoppingtour geplant, bis an das Meer durchzufahren, aber irgendwie ist es doch wieder später geworden, wir disponieren um und enteilen der Mittagshitze in die kühlen Berge. Dort begegnen wir fast dem Mammut Olivenbaum, nur dei dem hohen Sonnenstand reizt es uns nicht zu einer Wanderung, der Baum ist ja sooo alt, der steht auch noch, wenn wir bei kühlerem Wetter wiederkommen.
Kurz danach passieren wir den Stausee, wo wir vor gut einer Woche aufgebrochen sind, heute fahren wir vorbei, nur ein wenig dahinter gibt es eine kuschelige Parkbucht mit Quellwasserversorgung.

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Gut Versteckt

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Heute am Donnerstag ist mal wieder ein Bürotag. 😕 Unsere Bank hat den Internetzugang verändert und verlangt ist ein Tan2go-Verfahren. Wiederholte Versuche, uns dort anzumelden, scheitern kläglich, können einen Fehler unsererseits nicht erkennen. Zahlreiche nicht hilfreiche Anrufe bei der Servicestelle der Bank bringen keine Abhilfe, die versprochene klärende Hilfe per Email bleibt aus. Unsere Recherche im Netzt ergibt, dass die Bank massive Probleme mit ihren Servern hat, von einem Hackerangriff wird berichtet, wie Kunden haben ebenfalls massive Probleme!
Während Dagmar vergeblich auf Rückrufe und der versprochenen Email wartet, wartet Jürgen etwas das Womo, Arbeit fällt ja immer an und wenn der Wasserhahn direkt neben dem Womo ist, sollte man das berücksichtigen. 😉

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Am Freitag suchen wir für das anstehende Wochenende einen anderen Stellplatz, auf dem Weg zum Stausee und dem dortigen Picknickplatz wird es bestimmt etwas unruhig werden. Rasch haben wir nach dem Frühstück die Möbel eingeräumt und ein letztes Mal das Wasser aufgefüllt, unterwegs wird im nächsten Ort der Müll ordentlich entsorgt. Der Parkplatz direkt im Ort eignet sich nicht für Wohnmobile, eine fahrbare Kantina hat sich dort abgestellt und mehrere Tische und Stühle großzügig verteilt. Der 🅿 hinter dem Ort ist Jürgen dann nicht schattig genug, der nächste sagt Dagmar nicht zu und der übernächste sagt uns beiden nicht zu, also zurück marsch marsch zum vorletzten Platz. Das Einparken dauert eine Weile bis wir beide zufrieden und auch gerade stehen. Schön im Schatten der Bäume, dass wir keine Mittagssonne abbekommen, vom Tal weht ein frischer Wind und die Aussicht ist fantastisch! 😍

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Die Kuppel kennen wir doch, aber es gibt sogar zwei davon !

Rasch sind die Möbel wieder hervorgezerrt und das Mittagsbutterbrot auf dem Tisch.

In der Nacht zu Samstag haben wir mal einen ausgiebigen Blick in die Tiefe gemacht, auf Spilia. Laut der Karte auf dem Navi ein größerer Ort mit einer wichtigen Kreuzung. Tagsüber konnten wir von hier oben keine Aktivitäten bemerken, im Dunkeln sehen wir nur eine paar Dutzend Straßenlaternen leuchten, sonst nichts.
Am Morgen staunen wir, wie von unten recht laut die Kirchenglocken läuten. 🔔

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Unser Plätzchen an der großen Kreuzung 🤪

Außer groß an der Abrißkante im Wind zu sitzen, haben wir nicht viel getan. Die Wege, die links und rechts abgehen, sind wir soweit abgelaufen, wie die sich unter den Bäumen im Schatten befinden, in der Sonne wurde es uns zu warm. 😓

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Sonntagmorgen hörten wir kein Geläut 🔕, auch die vermuteten Ausflügler kamen nicht zu uns in die Berge. Liegt es daran, das die Zyprioten seit gestern mit einem Corona-Test versehen in den Norden reisen dürfen? Wir Touristen dürfen noch nicht in den Norden, ist uns im Moment auch noch nicht so wichtig, Nachts angenehme Temperaturen unter zwanzig Grad sind uns da lieber!
Nichts passiert, Bericht:  E N D E  ! 😃

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Aller guten Dinge sind drei, denken wir uns am Montag, eine vierte Nacht gönnen wir uns vorsichtshalber nicht. 🤔
Bei der Ortsdurchfahrt von Spilia haben wir beide den Gedanken, gut, dass das Womo nicht breiter/höher ist und Gegenverkehr blieb uns auch erspart! 😃 Den Ort durchqueren wir im Kriechgang, ein Geschäft/Bäckerei sehen wir nicht, nur die Gaststätte, die uns unser NavI offeriert hat, ob die am Wochenende geöffnet hatte, wissen wir auch nicht, zwei Kilometer die steile Straße lang laufen wollten wir auch nicht. 😓

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Enge und steile Ortsdurchfahrt

Kaum rollen wir auf der nächst größeren Straße, da sehen wir ein Reklameschild von einer Bäckerei, die gibt es schon seit über 60 Jahren, da muß die doch gut sein? 🤔

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Parken vor dem Back Paradies

Bremsbereit kommen wir kontrolliert vor der Türe zu stehen, in dem Duftparadies schauen und schnuppern wir uns durch den SB-Bereich. Bei der Brotauswahl ist die Qual noch recht einfach, ca. 5 verschiedene Sorten, dazu noch Semmeln, Brötchen usw. Dann folgt die Vitrine mit den warmen Teigtaschen, zu unserem Verständnis gibt es meist eine englische Tafel, aber all die diversen Feinschmeckerausdrücke kennen wir nicht. 😯 Anschließend passieren wir die heiße Theke, für warmes Essen sind wir aber im Moment nicht zu haben, dann folgt die Cerealienabteilung. 😃😍😉 Zum Glück keine Selbstbedienung und zum Probieren ist auch nichts ausgelegt.
Etwas ärmer, aber sehr glücklich verlassen wir den Feinkosttempel, einige Kilometer weiter stellen wir fest, dass die WAREN jeden Pfennig wert waren!  😋
Geplant hatten wir, auf der Etappe zum Meer noch eine Nacht in den Bergen zu verbringen, 80 % vom Weg hatten wir schon abgefahren wie wir zur Kaffeepause (mit den leckeren Cerealien!!! 😋) eine kurze Rast im Schatten machten.

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Zum Teil geht es durch trostlose Landschaften

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Hier geht in das kühle Tal

Das war fast die erste Parkmöglichkeit auf der Wegstrecke von der Bäckerei an und bei einem kurzen Spaziergang vor der Weiterfahrt bemerkten wir einen schattigen Waldweg neben einem laut plätscherden Bach. Diesem folgten wir knapp einen Kilometer, bis wir unter hohen Bäumen einen großen Parkplatz bemerkten. Rasch holten wir das Womo nach, hier oben hören wir keinen Verkehrlärm mehr. 😉

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Am Ziel 😎

Am Dienstagmorgen störte nichts unsere Ruhe, abgesehen von dem leise murmelden Bächlein, auch ein paar Vöglein zwischerten in den Bäumen. Heute bemerken wir mit Befriedigung, dass das Womo im Schatten steht, aber die Solarpanele genug Licht abbekommen, um den Akku aufzuladen. 😀
Für unser Frühstück am Bachufer rollen wir den Teppich aus und stellen die Möbel darauf, sah nicht so gemütlich aus, uns auf den trockenen Blättern aufzuhalten, da wir beschlossen haben, hier ein paar Tage auszuharren, Wild Camping ist angesagt. 😎
Wenn wir irgendwo „wohnen„, möchten wir auch gerne wissen wie es in der Umgebung aussieht. Viele Möglichkeiten gibt es nicht, den Weg von der Hauptstraße kennen wir ja, da gibt es nur noch den Weg aufwärts am Bach entlang.

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Ein gutes Stück das Tal rauf sehen wir uralte schmale Terrassen am Hang, wenig später die kleine Kate von dem ehemaligen Farmer, nur knapp 20 qm groß.

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Stützmauer der alten Terrasse

Unsere Suche nach einer Wasserstelle, Brunnen oder so war vergebens, bestimmt haben die sich früher direkt aus dem Bach versorgt. Laut der Navi-Karte soll der Bach aber nicht kontinuierlich Wasser führen, wo haben sie nur dann das Wasser gefunden? Fast zwei Kilometer weiter fließt ein noch kleineres Rinnsal in den Bach, eine Gelegenheit, damit unseren Frischwassertank aufzufüllen, gibt es nicht.

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Nochmehr Wasser 😀

Hier kehren wir dann auch um, die Wolkendecke, die uns begleitet hat, hat sich aufgelöst, die hohen Bäume, die uns Schatten gespendet haben, fehlen auf dem weiteren Weg.

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Überall ist das Jagen verboten

Was ist das Programm mitten in der Woche?
Der leise vor sich hinplätschernde Bach lockt zu Aktivitäten mit dem kühlen Nass, Wäsche waschen wäre eine davon. Alternativ müssten wir zum Waschsalon nach Nikosia, das wäre nicht soweit, ca. 50 Kilometer, leicht zu schaffen in knapp drei Stunden. Das hieße dann aber, zwei Nächte in der Stadt schlafen, hier haben wir zumindest sehr kühle Nächte, immer noch um die zwanzig Grad, in der City müssen wir wahrscheinlich mit ca. zehn Grad mehr rechnen.
So schleppt Jürgen das Wasser aus dem Bach an, spannt die Wäscheleine, während Dagmar sich intensiv mit dem Reinigen der Schmutzwäsche beschäftigt, eigendlich ist diese ja mehr verschwitzt ,dreckig machen wir uns ja nicht. 😉
Leute, ist das anstrengend, Dagmar bei der Arbeit zuzusehen, da war nach dem Mittagessen die Siesta lebenserhaltend! 🤪  Na ja, später am Nachmittag hat es Jürgen noch geschafft, das Solarpanel zu reinigen, bestimmt hat er sich nur wegen dem kühlen Wasser aus dem Bach an die erfrischende Tätigkeit gemacht. 😇

Ü-Platz: Agios Theodoros, Parking alter Sportplatz; E907, Parkplatz mit Quelle; bei Spilia, Wanderparkplatz; Richtung Pyrgos, am Bach

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Dienstag bis Montag, 9. bis 15. Juni Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – am Xyliatos Dam, nach Platania und Temvria

Heute am Dienstag waren es bestimmt fünf bis sechs Grad kühler wie gestern, bei einem wolkenlosen Himmel war es im Schatten bei leichtem Wind sehr angenehm, um die 25 Grad.
Den Tag wollten wir eigentlich mit dem Nichtstun verbringen, aber am Abend mussten wir feststellen, dass wir nicht dazu gekommen sind, der Tag war einfach viel zu kurz❗😉
Am Morgen wurden die Abfallbehälter geleert und etwas Müll aufgesammelt, ansonsten keine menschliche Begegnungen, die Schwalben flogen nur einen knappen Meter neben uns am Sessel vorbei, die haben unsere Anwesenheit akzeptiert und lassen sich von uns nicht bei der Jagd stören. Vielleicht jagen sie ja nur Moskitos, seit Tagen sind wir nicht mehr gepiesakt worden. Klopf dreimal auf Holz!  👊👊👊

Nette Zyprioten helfen uns gleich zweimal am Mittwoch!
Wir hatten ja reichlich Gelegenheit, die Wendemanöver einiger Pkw-Fahrer auf der schmalen Piste ohne Wendehammer zu beobachten, selbst relativ kleine Wagen rangieren bis zu fünf oder sechsmal vor und zurück, um zu weden.
Nach dem Frühstück ziehen wir einige Meter vor, um den Anhänger auf einem relativen geraden Wegabschnitt abzukuppeln, um diesen dann von Hand um 180 Grad zu drehen. Kaum dass wir ins Schwitzen geraten sind, eilen zwei Angler herbei, um uns bei der schwierigen auf der steinigen Piste zu helfen, war dann nur eine Minutenangelegenheit. Das Womo in die neue Fahrrichtung zu bugsieren, hatten wir uns dann viel schwieriger vorgestellt, sind wir doch einiges länger wie ein Pkw, aber zweimal vor und zurück und wir haben es geschafft, auch die Angler schauten ungläubig zu.
Nachdem noch einmal an dem bekannten Wasserhahn die Vorräte ergänzt wurden, ging es zunächst wieder zurück, einige Kilometer auf den Weg in die Berge gibt es laut Navi in einem Ort einen Supermarkt. Dort konnten wir sogar direkt vor der Tür parken, die meisten Anwohner kommen bestimmt zu Fuß. Supermarkt ist ein relativer Begriff, in dem kleinen Laden saß die Verkaufskraft an der Kasse und die Kunden suchen sich die Waren in der Düsternis. Fragen hilft, so finden wir die Eier in einem sehr großen Karton direkt vor der Kasse, die zwei Brotlaibe aus dem Regal kassieren wir auch gleich ein, noch ein paar gut gekühlte Getränke und schon sind wir wieder weg.

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Der angesteuerte Campingplatz hat wegen Corona noch geschlossen, auf dem direkt daneben liegenden Picknickplatz möchten wir nur im Schatten zu Mittag essen.

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Kaum dass wir unsere Essenssachen auf dem Tablett bereit gestellt haben, eilt schon ein Ranger herbei, Jürgen ruft ihm gleich entgegen „Sind nur zum Lunch hier“. Das scheint ihm zu gefallen, denn bis jetzt wurde uns auf jeden Areal verklickert, dass das Übernachten nicht gestattet ist. Wir berichten ihm, dass der Campingplatz geschlossen ist und wir uns noch überlegen müssten, wohin wir fahren möchten. Schüchtern fragt es uns, ob er einen Blick ins Womo werfen dürfe, er möchte sich auch eines zulegen. Dann kommt zur Sprache, dass er sich letztes Jahr die Kölner Lichter angesehen hat, wie er mitbekommen hat, dass wir aus Köln kommen. Dann meint er augenzwinkernd, er kenne einen Platz für uns und weil er merkt, dass wir der englischsprachlichen Beschreibung nicht so ganz folgen können, zeigt er uns den Weg rasch per Pedes. Zum Abschied ruft  er noch, fahrt den Weg soweit durch, dass man euch vom Areal  aus nicht mehr sehen kann.
Zurück am Womo nahmen wir erst mal das bestückte Tablett mit in den Schatten, um eine zünftige Brotzeit zu halten, anschließend setzten wir das Womo um, außerhalb des Sichtbereichs vom Picknickplatz.

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Donnerstag
Ruhige und sehr kühle Nacht, am Abend sowie am Morgen ist ein Pkw vorbeigefahren, sonst hatten wir eine himmlische Ruhe. Am späten Vormittag haben wir mal die „Katina“ vom unteren, großen Picknickareal beäugt, scheint uns aber mehr ein Treffpunkt zu sein, um dort ein paar Getränke zu sich zu nehmen.
Nach dem Kaffee und somit nach der Tageshitze machten wir uns auf eine Wanderung zu einem Freiwildgehege, hier sollen einige Mufflons zu Hause sein. Obwohl wir uns in dem großen Freigehege alleine und äußerst leise verhielten, blieben uns die Viecher enthalten.

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Bilder vom Info Stand abgeknipst 📸

Etwas enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg, in der Katina noch schnell einen Drink zu nehmen, entsagten wir uns, nicht dass die Ranger sich fragen, wo das Womo steht, außer uns gab es kaum Besucher in der Anlage.

Nachdem wir gestern das obere und ältere Teil des Picknickareals beobachtet hatten, sind wir uns relativ sicher, dass es hier fast keine Besucher gibt, so stellten wir uns am Freitag in der Frühe etwas um. Die neue Matratze ist zwar schon zugeschnitten, aber die offenen Nähte 🤕 müssen, nachdem ein Stoffteil eingefügt wurde, damit das obere Kopfteil der Matratze klappbar wird, wieder ordentlich vernäht werden, sonst machen sich am Ende noch die Sprungfedern auf den Sprung. 🤪

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rote Rinde

Im engen Wohnmobil ist diese Arbeit nicht möglich, ist doch schon die beschnittene Matratze deutlich größer wie unser kleiner Vielzwecktisch, deshalb brauchen wir unbedingt eine großen Picknicktisch. Flach auf der Erde zu legen ist bei der langwierigen Näharbeit keine Alternative, dafür sind wir zu alt. 🤪
Gestern haben wir uns die für uns beste Pichnickgarnitur ausgesucht, können fast daneben auf dem Weg parken und sollte sich im unteren Bereich des Areals ein Besucher oder Ranger verirren, sind wir auch fast unsichtbar von dort aus.

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Arbeitstisch 😉

Samstag und Sonntag war das Wetter ein wenig trüber, große Wolkenfelder verdunkelten immer wieder die Sonne und machten unseren Aufenthalt im Womo angenehm. Im Picknickbereich war recht viel los, trotzdem blieb es recht ruhig. Dagmar nutzte die Zeit, um einige Kilometer weitere Nähte zu machen. Am Sonntagnachmittag war es dann soweit, nach einer Regenerierngspause am Samstag, die Finger waren bei ungewohnte Arbeit etwas geschwollen, wurden die restlichen Nähte fachgerecht geschlossen.
Nun war körperliche Schwerstarbeit angesagt, die alte Matratze mußte von der oberen neuen befreit und aus dem engen winkligen Womo befreit werden.

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Passt, wackelt nicht und kann nicht verrutschen, das neue Spannbettlaken ist natürlich ungebügelt 👍

Mit dem großen Messer und einem stabilen Cutter schreiten wir mutig ans Werk, die Matratze wird chirurgisch akkurat in handliche Portionen geteilt, so passen die Stücke auch platzsparend in den großen Müllcontainer. 😉

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verknotet 🤔

Unser Programm für Montag sah vor, uns um die Bremse vom Anhänger zu kümmern, die macht Geräusche  die uns überhaupt nicht gefallen. Die erste Nacht auf der jetzt neuen harten Matratze war noch ungewohnt, die alte ist sehr rasch gealtert. Durch Corona konnten wir uns nicht so um Ersatz kümmern wie wir es uns gewünscht hätten, ein Matratzenfachhandel sollte eigentlich die Näharbeit für uns erledigen.
Nach nur 15 Kilometer bergab haben wir die erste Werkstatt, die unser NavI uns verraten hat, am Vormittag erreicht, freilich kein mondänes Autohaus und mit Anhänger hatten die auch nichts am Hut.

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luftiger und schattiger Arbeitsbereiche

Jürgen dachte sich, Bremse ist Bremse und wer Automechaniker mal gelernt hat, sollte die Instand setzen können. Das Schwierigste war für uns, die richtigen Worte auf Englisch zu finden, griechisch können wir sowieso nicht. Nach dem der „Meister von der Reparaturannahme“ 🤣  begriffen hatte, was wir möchten, kümmerte er sich auch gleich um unser Problemchen. Im Nu war ein Rad abmontiert und die Bremsanlage freigelegt, man sieht es eindeutig, da brauchen wir neue Beläge für die Bremsbacken.
Wie ein Pickup vor der Werkstatt hält, strömen die Mechaniker herbei und einige greifen ungeniert in die Kiste mit den roten Kirschen.

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Vitaminlaster 🤪

Der Verkäufer schimpft mit den Monteuren, das hingehalte Geld nimmt er aber nicht.
Auch wir haben, nur zaghaft, von den Kirschen probiert, ein Kilo wechselt rasch den Besitzer nebst Zwiebeln und frischen Bohnen. Als gute Geste bekommen wir noch zwei kinderfaustgroße Pflaumen zum Abschied geschenkt, nach unserem Probierhappen muss der Verkäufer Waage und Kasse wieder hervorholen. 😉

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Der Chef verkündet uns, dass die neuen Bremsen morgen um die Mittagszeit aus Nikosia geliefert werden. Anschließend wird für uns ein schattiges Plätzchen zum Übernachten organisiert. 😃

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Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer,
aber ein ganzer Schwarm ? 😉

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Dienstag bis Sonntag, 26. bis 31. Mai Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – in Nikosia und in die Berge

Am Dienstag klingeln die Wecker wieder recht früh, das wäre nicht so von Nöten gewesen, das Rangieren einiger LKWs hatte uns schon vorab im Schlaf gestört. Heute wollen wir es endlich angehen, Gas tanken. Gestern nach dem Friseurbesuch und anschließendem Stadtbummel war es uns schon zu warm, um durch die Stadt zur Tankstelle zu fahren.
Wie wir starten ist es noch recht kühl, der Verkehr hält sich in Grenzen, an das unorthodoxe Verhalten einiger Pkw-Fahrer hat man sich mittlerweile gewöhnt.
Auf der Tankstelle finden wir die LPG-Säule mittlerweile im Schlaf, den Tankwarten stößt es nur verwundert auf, dass wir zu dem Gas auch noch Diesel auffüllen lassen, diese Kombination kennen sie nicht. Der Vorrat an Diesel ist zwar noch recht groß, aber der günstigste Preis von 0,97 € rechtfertigt das Auftanken, der Preis wird bestimmt bald wieder anziehen.😕

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Anschließend fahren wir noch zum nahen Lidl, gut gekühlte Getränke und ein paar Kleinigkeiten wandren in den Einkaufswagen, zum Wochenende, wenn wir die Stadt verlassen, gibt es einen Großeinkauf. In der Tiefkühltruhe findet Dagmar eine neue Eissorte, da greift sie zu, das gibt ein kühles Mittagessen. Den Inhalt der kleinen Becher verzehren wir später in unserem Park, lauschen den Ruf der Pfauen, Foto gibt es keines, 📸  Apparat vergessen.
Die Wecker haben wir nicht verstellt, recht früh machen wir uns am Mittwoch auf den Weg zum Wochenmarkt. Im Park bekommen wir feuchte Füße, die Wege werden mit reichlich Wasser gesprengt und sind dadurch sehr rutschig geworden. Auf dem weiteren Weg sind wir uneins, welcher mehr Schatten zu bieten hat, so wählen wir für den Rückweg den parallelen, unser Disput ist dann unentschieden ausgegangen.

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Heute gibt es einige Stände mehr und wie am Samstag stehen die Flaschen mit der Desinfektionflüssigkeit bereit, die Waren scheinen etwas frischer zu sein, den verpflichteten Mundschutz für die Verkäufer sehen wir nicht so häufig.
Da wir mittlerweile wissen, wo die guten Stände aufgebaut sind, brauchen wir nicht allzulange, um einzukaufen. Das meiste Grünzeug ist günstiger wie im Supermarkt, was uns etwas irritiert, ist, dass es keine schattenspendende Überdachung wie in NordZypern gibt.

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Anschließend gehen wir wieder zu dem Cafe am Übergang an der Ledra Street, noch einmal die ruhige Athmosphäre schnuppern; 🚧🚧  dass der Cross Point gesperrt ist, wird hoffentlich nie wieder passieren.🛑 Ab nächste Woche möchten die beiden zuständigen Behörden alle Übergänge wieder öffnen, im Norden gibt es seit einigen Tagen keine Neuinfektionierten mehr und wir hoffen, wenn wir in ca. 8 Wochen wiederkommen, im Norden günstige Einkäufe erledigen zu können.
Für den Rückweg suchen wir uns einen neuen Weg, direkt an der Green Line sehen wir einige verlassene und brökelnde und mit Stacheldraht verbarrikadierte Häuser. UN-Soldaten verrichten bei der Hitze ihren Dienst, wir hoffen, dass sie nie militärisch eingreifen müssen.
Zurück im Womo bereiten wir alles für die weiterFahrt morgen früh vor.
Auch am Donnerstag geht es früh aus den Federn, auch heute Morgen störte uns das Rangieren von einem LKW, wenn die zurücksetzten, piepst das lauter wie unser Klocky. ⏰  Heute wird die neue Matratze geliefert und ein Großeinkauf gestartet, vor der einsetzenden Mittagshitze möchten wir schon in den Bergen sein.

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Die Matratze ist in einem Pappkarton eingesperrt, total unhandlich für einen zu tragen und da sie zudem auch noch aufgerollt ist, viel zu dick, um richtig zuzugreifen. Zu der Matratze erwerben wir auch noch einen großen Standventilator, der verbraucht nur 45 Watt, da hoffen wir, bei der nächsten Hitzewelle, den die ganze Nacht laufen lassen zu können.
Bis wir aus Nikosia raus sind, sind wir bestimmt über 50 Bumper (tote Polizisten) gefahren, da waren wir schon fast am Fuße der Berge. Rasch haben wir ein paar hundert Höhenmeter hinter uns gebracht, unser Ziel ist mal wieder ein Picknickareal. Dort finden wir auch gleich einen recht geraden Stellplatz, nur leider direkt neben der Straße. Hier herrscht im Moment kein Verkehr, aber wie das am Wochenende aussieht, können wir nicht einschätzen. Das Areal ist riesengroß und erstreckt sich beiderseits der Straße und Parkplätze gibt es nicht viele. Nach kurzer Besichtigung fahren wir weiter.

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Nur wenig weiter ein weiterer Platz, der Parkraum ist so klein, dass hier wohl nur Wanderer und Biker pausieren.
Eine Viertelstunde später haben wir einen Platz für das Wochenende gefunden, sind noch ein paar Meter in die Höhe gedüst. Nur noch zwanzig Grad zeigt das Außenthermoter, trotzdem schmeckt uns das mitgebrachte Eis zu Mittag.

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Am Freitag sehen wir, dass wir genau vor dem Schild „Kionia Picnic Site“ eingeparkt haben, haben gestern nur auf die untere Mauer und den Mülltonnen vor und hinter dem Womo geachtet.
Hier oben in der kühlen Bergeinsamkeit haben wir phantastisch gut geschlafen, mußten uns mit dem Plümo zudecken und Mücken/Moskitos gab es auch nicht, die uns aussaugen möchten. Am frühen Abend ist ein Ranger oder Feuerwehrmann gekommen, der die Feuerstellen im Picknickareal kontrollierte, ob da alles abgelöscht ist.
Erst am späten Vormittag hörten wir die ersten Pkws, noch an einer Hand abzuzählen. 🧮
Die neue Umgebung zu erkunden ist ja immer spannend, zuerst wird nach einem alternativen Stellplatz Ausschau gehalten, drei Möglichkeiten tun sich da auf.

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Dann laufen wir die Straße etwas zurück zu einem Aussichtspunkt, aber der Pfad, der dorthin führt, verlangt festes Schuhwerk, da müssen wir uns das für später einplanen. Über uns auf dem Berg gibt es ein astronomisches Observatorium, den Weg dort hinauf erkunden wir als nächstes und geben nach einigen hundert Metern auf. Die asphaltierte Straße windet sich steil nach oben, ohne viel Schatten ist uns das zu anstrengend ohne Kondition nach der langen Corona-Zwangspause. 😅

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Der Samstagmorgen begann einigermaßen unruhig, schon sehr früh hatten wir die ersten Besucher, die quatschten dann eine Weile genau vor dem Womo, da war es aus mit dem langen Schlafen. 🤗 Die Besucher stömten weiter in Scharen zu uns, trotz des bedeckten Himmels, bald qualmten einige der vielen Feuerstellen, uns war es zum grillen zu ungemütlich.

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Wir machten bei dem kühleren Wetter einen Ausflug zum Aussichtspunkt, von dort hätten wir einen ungetrübten Blick auf das ferne Meer links und rechts der Insel gehabt, wenn nicht so viele Wolken die Sicht eingeschränkt hätten.

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Aber erahnen konnten wir, wenn es mal kurz etwas aufklarte, das blaue Meer schon, auch die größte Flagge der Welt im Nordteil von Nikosia konnten wir gut erkennen, Luftlinie bis in die Stadt sind es laut Tafel nur 31 Kilometer.

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Zurück am Picknickplatz ist der Parkplatz gerappelt voll.
Am Nachmittag machen wir uns vom Acker, morgen wird es bestimmt auch voll werden hier oben. Für den Weg zurück brauchen wir, obwohl es nur abwärts geht, länger wie am Donnerstag aufwärts.
Bei der Abzweigung zu unserem neuen Wunschziel staunen wir nicht schlecht, direkt nach dem Abbiegen führt die Piste durch eine Furt und geht dann recht steil im dichten Gebüsch in einer engen Kurve den Berg hinauf, die tiefstehende Sonne erlaubt uns nicht, die Schwierigkeiten, die auf uns zukommen könnten, einzuschätzen, da geben nach kurzer Besichtigung auf.
Ein paar Kilometer weiter finden wir einen guten Platz für die Nacht, zwei, drei Autos passieren noch den Weg im Hellen, dann ist Ruhe für die Nacht.
Pfingstsonntag beginnt ruhig, nur wenig Verkehr.
Nach intensivem Studium der Karte hoffen wir, unser Ziel, ein kleines Picknickareal bei einem Kloster, auf einer anderen Piste erreichen zu können. Nur ein paar Minuten nach dem Start sichten wir eine deutlich bessere Piste, die aber sehr bald etwas schmaler wird, nachdem wir einige Abzweigungen passiert haben. Kontinuierlich windet sich der Weg sechs Kilometer den Berg hinauf, schaltfaul können wir im zweiten Gang im Untersetzunggetriebe in die Landschaft schauen. Für größere Fahrzeuge kaum geeignet, einige tiefere Querrinnen müssen gemeistert werden, enge Strauchgruppen mit kratzenden Geräusch passieren.

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Dafür werden wir entschädigt, nur eine Familie hat sich auf dem großen Areal breit gemacht, wir stellen uns außer deren Sichtweite neben einem uralten Olivenhain ab und bauen die Möbel und rasch unseren Grill auf.
Später am Nachmittag, ganz alleine hier oben, können wir sogar vom Kloster aus bis zum Meer blicken.

Ü-Platz: Nikosia, General Hospital/Public Garden
Ü-Platz: Kionia Picnic Site
Ü-Platz: Prophitis Elias Picnic Site

Kategorien: 2020-05 Mai, Zypern | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , | 2 Kommentare

Samstag bis Montag, 16. bis 25. Mai Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – an der Konnos Beach und nach Lefkosia

52. bis  xx Tag der eingeschränkten Ausgangssperre
Die nächsten Berichte haben wir einmal etwas gerafft, die ‚Minihitzewelle‚, so die amtliche Beschreibung vom Wetterdienst, hat uns geschafft. 😥 Macht ja keinen Sinn, jeden Tag zu schreiben, dass wir nur vom Womo knapp 20 Meter zur unserer schattigen Baumterrasse gelaufen, äähm geschlendert sind. Dort saßen wir den ganzen Tag im leichten Wind, sehr viel trinken war unbedingt von Nöten, bei der trockenen Hitzte schwitzt man nicht merklich. Die ersten Tage gab es zu Mittag nur Obst zu essen, wie das aufgebraucht war, konnten wir uns nicht aufraffen, neues zu besorgen. Probehalber haben wir das digitale Thermometer in die Sonne gestellt, 42°C, im leichten Wind. Wenn wir am Abend zum Strand gehen, kommen wir in einige Zonen, wo kein Wind geht, da spürt man die aufgestaute Tageshitzte noch lange.
Abends sind wir noch später wie gewohnt in die Heia, irgendwann nach zwei Uhr in der Frühe belebt sich wieder der Wind,  welcher zum Sonnenuntergang eingeschlafen ist und ‚kühlt‘ das Womo etwas aus.

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Am Wochenende war einiger Trubel unten am Strand, uns hat man auf der oberen Parkebene in Ruhe gelassen. Freitag und Samstag war die Polizei äußerst aktiv, Sonntag, wo sehr viele ihr Fahrzeug im Halteverbot abgestellt hatten, sahen wir keinen einzigen Streifenwagen.
Zur Kaffeezeit stellt sich mittlerweile ein Spatz oder eine Meise ein, auf jeden Fall ein kleiner Vogel und beobachtet uns vom untersten Baumast und schimpft laut, wenn er/sie keinen Anteil von den Cerealien abbekommt. Das nehmen wir als ein sehr positives Zeichen, dass wir super gesund leben! So ein Vogel irrt sich doch nicht, der hat doch Urinstinkte, die zich Generationen alt sind! 🤓
Jeden Tag ist es ein bis zwei Grad wärmer geworden, tagsüber gab es immer weniger Wind und in der Nacht kam unsere Einschlafbrise auch immer später. Das war dann auch nur ein kurzes laues Lüftchen, gerade lang genug, um schnell einzuschlafen.

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Am Mittwoch, dem 56. Tag, warteten wir vergeblich auf die versprochene kühlere Temperatur, der Unterschied war nur ein Grad weniger.  Der Spatz bzw. die Meise lugte schon im Geäst zur Kaffeezeit,

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Fütterung

wie es dann Fütterungszeit war, war die Katz zur Stelle und der kleine Vogel ging leer aus.

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NEIN, die hat den Vogel nicht bekommen, an der zypriotischen Bratwurst war mehr dran

Am Abend zur Grillzeit besuchten uns wieder die neugierigen Hunde, schnüffelten am erkaltenden Grill und gingen mal wieder leer aus. Heute lernten wir aber die Herrin der beiden lieben Racker kennen und staunten nicht schlecht, wie diese uns in einem recht guten Deutsch ihr Leid erklärte. Sie ist die Chefin eines kleinen Hotelrestaurants und wird dieses Jahr kaum einen Gewinn einfahren. Auch meinte sie, dass solch hohe Temperaturen im Mai nicht in Ordnung seien und mit einem ruhigen Kommando zu den Hunden entfläuchte sie wieder.

Ab dem 21. MAI, Donnerstag also, ist die jetziger Phase der Ausgangssperre beendet, Freiluftrestaurants usw. dürfen wieder Gäste bewirten. Für Samstag hatten wir seit langem geplant, unsere wiedererhaltene Freiheit in einem solchen Restaurant gebührend zu feiern, haben ja lange genug selber gekocht und auf das Ausgehen verzichtet. Am Dienstag mußten wir dann in den Nachrichten lesen, dass diese Restaurants dringend empfehlen, einen Tisch zu reservieren. Da sind wir jetzt bestimmt die Letzten, die das machen. Zu unserem Leidwesen wissen wir, wo unser Restaurant ist, aber nicht, wie es heißt! 😢
Nun haben wir umdisponiert, werden am Freitag Gas nachtanken und uns anschließend in die hoffentlich kühlen Berge verkrümmeln.

Die eingeschränkte Ausgangssperre ist beendet, das nehmen wir auch gleich zum Anlass, die Überwinterung offiziell als beendet zu betrachten❗   🤗  😷  😎

Frohen Mutes sind wir spät ins Bett, in der Hoffnung, dass es sich in der Nacht, wie vesprochen, deutlich abkühlen wird.🌡

1. Tag OHNE eingeschränkte Ausgangssperre –  Donnerstag, 21. Mai
Schon am frühen Morgen am Donnerstag merkten wir, dass es nicht der Fall war, eher das Gegenteil war unsere Meinung. Wir sind etwas früher aufgestanden, weil es recht früh warm wurde, auch schien uns die Luftfeuchtigkeit etwas höher zu sein.

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Auf der Terrasse beim Frühstücken zeigte das Thermometer dann auch direkt 35 Grad an, der Wind war auch schon unangenehm heiß. Unten am Strand waren die „Bademeister“ dabei, alles für den erwarteten Ansturm vorzubereiten. Die Sonnenschirme wurden aufgestellt, die lustigen Badeboote mit den Rutschen ans Wasser gestellt. Zu dem Restaurant sind wie gestern wieder unzählige Lieferanten gefahren. Interessiert schauen wir aus dem sicheren Schatten zu. Zur Mittagszeit ankerten mehrere militärische Boote in der Bucht, uns wird das Warten auf die geplante weiterFahrt nicht langweilig.

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Das hätten wir fast vergessen zu berichten: Gleich nach dem Frühstück bemerkten wir eine große dunkle Schlange, ca. 50 bis 60 cm lang, gleich neben Dagmar’s Stuhl; vorsichtig die Kamera bereit gemacht, da war sie auch schon lautlos ins Gebüsch davon geschlängelt.
Gegrillt wurde am Abend eine halbe Stunde früher wie sonst, damit wir den geplanten Weg nicht komplett im Dunkeln fahren brauchen. Erster Halt, immer noch in der gleichen Bucht ist das Picknickareal bei Cap Greco, hier haben wir auch schon einmal vor Corona mehrere Nächte entspannt. Heute sieht die Anlage wie geleckt aus, ab Samstag sind ja alle Strandbesuche ohne Einschränkungen wieder möglich. Die Katzen schauen uns träge aus den verschlafenen Augen an, reichlich Futterreste liegen wieder herum, hungrig und mager sind die Katzen gewiss nicht.
Nachdem wir ent- & versorgt haben, geht es auf den Motorway zunächst bis zu dem hl. Lidl, das Brot ist bei der trockenen Hitze in den letzten Tagen so trocken geworden, dass es nicht mehr schneidbar ist. 🔪🍞  Mit neuem Brot und etwas Vitaminen und eiskaltgekühlten Getränken 🍻🥤 geht es weiter, den nächsten Großeinkauf werden wir erst nächste Woche erledigen, da ist es viel kühler!
Auf den weiteren Weg auf dem Motorway in Richtung Nikosia müssen wir zweimal die Fenster schliesen, etwas vom Way entfernt brennt es und der Qualm sieht nicht gesund aus.
In Nikosia stellen wir uns für heute Nacht auf einen Waldparkplatz ab, in dem lichten Wäldchen weht ein herrlicher Wind, die noch eiskalten Getränke munden uns sehr❗🥤 🍻  😋

Am Freitagmorgen hat der Wind nicht nachgelassen und so stellen wir die Möbel rasch im Halbschatten auf, bei nur noch 25 Grad und viel Wind sehr angenehm.

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Zur Mittagszeit machen zwei Polizeibeamte 🚓 eine sehr lange Pause, uns beachten sie aber nicht. Nicht so ein Ranger, der später vorbeischaut. Woher und wohin, staunt, dass wir aus Deutschland gekommen sind. Weist uns mehrmals darauf hin, dass wir kein Feuer entfachen dürfen. Wie er hört, dass wir am Nachmittag weiterfahren, fährt er entspannt weiter.

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Leider sind wir etwas zu entspannt bei den Vorbereitungen zur weiterFahrt. Das nächste Ziel, die Tankstelle ⛽ mit der LPG Säule, hat vor wenigen Minuten geschlossen (18 Uhr). Hätten wir das gewusst, da wären wir doch ein paar Minuten früher gestartet, wollten doch nur nicht in den chaotischen Feierabendverkehr geraten.
Nicht sehr weit entfernt stellen wir uns in den dichten Baumschatten vom Parkplatz des General Hospital für das Wochenende ab.

Der Wind blieb uns hold und so verbrachten wir wieder eine angenehme Nacht. Am Samstagmorgen geht es früh aus der Kiste, der Wochenmarkt wartet ja nicht den ganzen Vormittag auf unser Erscheinen.

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Wir laufen wie gewohnt einen klitzekleinen Umweg durch einen Park, da ist es sehr schattig und man geht nicht an der verkehrsreichen Staße entlang.

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Der Park erstaunt uns mit den vielen in voller Blüte stehenden Bäumen, wir begegnen keiner Menschenseele.

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Die sehen wir bald darauf, wo die geöffneten Geschäfte sind, einige mit Mundschutz. 😷 

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Auf gemalten Tafeln steht teilweise, wieviele Kunden gleichzeitig in das Geschäft dürfen. Woher soll der Kunde draußen wissen, wieviele Personen schon Einlaß bekommen haben? In der Straße der Herrenfrisöre stehen die Kunden überall Schlange, die Lokale sind alle sehr klein und nur zwei Kunden dürfen gleichzeitig rein.
Überall spürt man die Lebensfreude, alle sind freundlich nach den langen eingeschränkten Ausgangsregeln, heute zeigt das Thermometer 15 Grad weniger an wie gestern und es weht ein angenehm frischer Wind durch die Stadt.
Auch auf dem Marktplatz wird auf Abstand geachtet, nur jede zweite Reihe ist mit Ständen beschickt, die sind wie gehabt alle dicht nebeneinander. Die Verkäufe tragen Mundschutz, meist/manchmal viel zu tief unter dem Kinn, die Gummihandschuhe aber ordnungsgemäß. Die Kunden wühlen ohne den Gummischutz wie gewohnt im Grünzeug bzw. in den roten Kirschen. Beim Erdbeerstand sind die roten Früchte zum Glück 😭 in Plastik eingepackt und schwitzen fürchterlich, aber vier Schalen für nur fünf Euro sind ein guter Preis, nur würde uns ja eine Schale reichen. 😉
Salat bekommen wir für 30 Cent das Stück und die kleinen Minibananen für ein Euro das Kilo. Wie schon beim Betreten des Marktes desinfizieren wir unsere Hände mit dem bereitgestellte  Mittelchen, auch wenn es nicht viel hilft, bereitet es ein gutes Gefühl und kühlt die Hände.  😄

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Anschließend ist ein kleiner Bummel in der City angesagt, wir schielen bei den Cafés auf die Preistafeln, wie vor Wochen finden wur den Preis etwas zu abgehoben. Wir einigen uns auf ein kühles Eis, finden dann natürlich nicht die Eisdiele wieder, in der Theke vom Supermarkt ist die Auswahl auch nicht groß. Im nächsten haben wir mehr Glück, hier ist das Eis der Hausmarke fast tiefgefroren und schmeckt uns auf der Bank wenige Meter weiter sehr lecker. 😋
Wie richtige Touristen laufen wir auf die Fußgängerzone zu, um dort zu flanieren und den geschlossenen Übergang zu inspizieren. Was sich Dagmar schon lange wünschte, fanden wir in einer kleinen ruhigen Nebenstraße, ein Friseursalon für Damen und geöffnet war er auch noch. Da sind wir dann gleich rein, Dagmar hätte auch sofort den Kopf ‚gewaschen‘ bekommen, aber jetzt so kurz vor Mittag war es schon zu warm im Salon, aber gleich am Montagmorgen um 10 Uhr, für  10 €, wird sie verschönt. 💇‍♀️
Nachdem wir noch den geschlossenen Checkpoint bestaunt haben, machten wir uns auf den Heimweg, nach so langer Zeit in der Einsamkeit mit so wenig Bewegung sehnten wir uns nach dem Womo im Schatten der alten Bäumen.

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Am Sonntagvormittag war es sehr ruhig auf dem Parkplatz vom General Hospital und so fielen wir einer neugierigen Streifenwagenbesatzung auf, aber anders wie den Kollegen, die neben uns im Schatten ihre Pausen machten, hupten sie uns aus dem Womo. Wohin und woher, auch erstaunt, dass wir aus Deutschland per Achse gekommen sind und auf die Frage, wann es weiter geht, unsere ehrliche Antwort, dass wir morgen zum shoppen in die Stadt möchten. Dass wir über Nacht hier stehen bleiben werden, ist wohl registriert worden, schien aber kein Problem für die Beamten zu sein und sie wünschten uns lächelnd einen schöne Zeit.
Den Tag verbrachten wir mehr oder weniger mit Post lesend und endlich einmal wieder den Blog bearbeitend im Womo. Klar, das preisgünstige und schnelle Internet aus NordZypern verleitete uns, ein bißchen mehr zu serven und alle Apps auf den neusten Stand zu bringen.
Am Abend geht es wieder zu  d e r 《BÄCKEREI》, um uns ein Essen to go zu holen.  😋

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zugegeben, wir waren mehr als einmal dort 🤗 😋

Bestürzt lesen wir am Montagmorgen während des Frühstücks in den Nachrichten von den vielen Waldbränden! 😥
Im Norden ist einer der ältesten Olivenhaine für immer verlorengegangen, 400 bis 500 Jahre alte Bäume, der älteste hatte einen Umfang von 16 Meter und war sogar 800 Jahre alt. Die heftigen Winde, die uns das leben angenehm machten, entfachten immer wieder das Feuer und ließ die Funken weit fliegen. Mit diesen Hintergrundinfos können wir jetzt besser nachvollziehen, dass die Ranger etwas besorgt waren.
Am Samstagabend hat es im Troodos Gebirge sogar noch einmal geschneit, nach einem Temperatursturz auf 1,6°C, wir freuen uns auf eine geringfügige Erhöhung der Temperatur um nur ein Grad.
Den Weg in die Stadt zum Frisörtermin hatten wir etwas länger eingeschätzt, Dagmar kam aber sofort an die Reihe. Jürgen besichtigte währenddessen die Kirche gegenüber, viele Gläubige schlüpfen auf dem Weg zur Arbeit rasch herein, um ein Gebet zu sprechen und die Ikonen abzuküssen.

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Nachdem Dagmar verschönt und erleichert war, besichtigten wir zwei weitere Kirchen, deren Pomp jedoch deutlich bescheidener war.

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Am Green Line Übergang der Ledra Street lockte uns ein Straßencafé zu einer längeren Pause, hier gab es unerwarteterweise sogar sehr zivile Preise! 😀

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Nur eine Katze passierte unbemerkt die Greenline 🐈

Nachdem wir noch einige Geschäfte von innen besichtigt hatten, machten wir uns auf den ‚Heimweg‘.

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Im Park nahmen wir mal einen anderen Weg und konnten einen Pfau beobachten, der ein Rad schlug. Das Knipsen haben wir beim fazinierten Zuschauen vergessen, da müsst ihr euch mit den Seerosen zufrieden geben.

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Rote und gelbe Seerosen

Ich bin hier: N 34° 59.017′ E 034° 04.076′ // 26 m
Ü-Platz: Agia Napa, Konnos Beach
Ich bin hier: N 35° 08.007′ E 033° 23.222′ // 157 m
Ü-Platz: Nikosia, Athallassa National Forest Park
Ich bin hier: N 35° 10.308′ E 033° 21.157′ // 160 m
Ü-Platz: Nikosia, General Hospital/Piblic Garden

Kategorien: 2020-05 Mai, Zypern | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

Freitag bis Freitag, 8. bis 15. Mai Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – in Dasaki Achnas und zur Konnos Beach

45. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Freitag, 8. Mai
Gestern wehte den ganzen Tag über eine Brise, kaum war es dunkel, da lebten wir in einer Flaute. Das war zwar theoretisch nicht ein Problem, aber wegen dem Wind hatten wir die Schotten dicht gemacht und bis wir mitbekommen haben, dass es nicht mehr windet, war es schon wieder richtig warm im Womo geworden. Da mussten wir zwangsläufig wieder alle Schotten öffnen und das nutzten die Moskitos mal wieder zum Angriff. Wir rätseln immer noch, wo ein Loch im unserem passiven Verteidigungssystem ist. 🙄

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Heute war es fast den ganzen Tag etwas trübe, so dass die Sonne nicht so recht durchkam, leichte angenehme Luftbewegung  machte den Aufenthalt im Freien  sehr angenehm. Das Thermometer wollte die dreiziger Marke nicht überschreiten, erst am sehr späten Nachmittag löste sich der Schleier auf und für einige Augenblicke zeigte das Thermometer kurzfristig 40°C an.  😎

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Vollmond

Am frühen Abend bekamen wir wieder Besuch von dem netten zypriotischen Mann, er erkundigte sich wieder nach unserem Wohlbefinden und überreichte uns wieder einige Präsente, unter anderem Hühnereier, die wohl nicht aus einer Legebatterie stammen. (Wie können wir nur das wieder gut machen? So viel Liebe muss doch irgendwie belohnt werden❣)

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Vollmond

46. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Samstag, 9. Mai
Absolut nichts zu berichten, prima Wetter mit angenehmem lauen Wind, die Fliegen haben nicht gar so genervt. Mittags haben wir fein gegrillt und erst nach dem Kaffee & Co. verzogen wir uns ins Womo, weil eine große Wolkenbank die Sonne verdeckte und uns suggerierte, dass der schöne Tag zu Ende sei. Nur ein halbe Stunde später war die Wolkensperre weg, wir aber viel zu faul, die Möbel noch einmal zu rücken.  🤭

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47. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – MUTTERtag, 10. Mai
Eigentlich gäbe es nichts zu berichten,  eigentlich ❗

        💐 Erst einmal allen Müttern einen schönen Muttertag  💐
                      💐  oder was man sonst so wünscht ❣ 💐

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Angenehmer Sommertag, die Sonne scheint aus einem fast wolkenfreien Himmel, im windigen Schatten steigt die Temperaturanzeige auf dem Thermometer nicht über 26 Grad.  😎
Sehr überrascht sind wir am späten Mittag, wie zwei jüngere Frauen sich um das Womo schlängeln, etwas schüchtern bestellen sie einen Gruß von ihrer Großmutter  und überreichen uns eine Tasche mit einem noch warmen Mittagessen. In der Tasche gut eingepackt heiße Souflaki Spieße, dazu zwei Dosen mit eisgekühlter Limonade. 🥰
Dieser Tage hatten wir ja schon überlegt, wie wir den netten Mann belohnen könnten, der uns am Abend mit Lebensmittel versorgt hatte und es ist uns eingefallen, dass wir ja noch ein paar von den selbstgemachten Häkeleulen haben. Diese lagen zum Glück parat, da haben dann gleich drei Eulen den Besitzer gewechselt, den jungen Damen zur Belohnung, dass sie uns das Essen in der Mittagshitze gebracht haben, eine für Großmutter. 😍
Am späten Nachmittag dann der nächste überraschende Besuch, der ältere Mann auf seinem Mofa machte eindeutig einen Schlenker und besuchte uns erneut. Genau so freundlich und lustig wie beim letzten Mal, genossen wir mit ihm einen kleinen Smalltalk. Erst viel später kamen wir auf den Gedanken, ob er der Mann von der Großmutter ist? 🤔
Ansonsten blieb es ruhig auf dem Picknickareal, die Jugendlichen, die sonst regelmäßig zum Fußballkicken vorbei schauten, blieben aus, ob die Spüldienst am Muttertag hatten?  😉

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48. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Montag, 11. Mai
Fast nichts passiert, fast.
Angenehmer, sehr sonniger Tag, mit Wolken gab es heute nichts, im Schatten wurde es nicht wärmer wie 30°C, leichte Brise ließ uns nicht überhitzen.
Vor unserem Mittagessen, natürlich auf der Terrasse, hörte es sich wieder so an, als ob der Pope mit einem 🔨 Hammer auf die 🔔 Glocke schlägt. Anschließend hörten wir eine lange Litanei zu uns rüber schallen, uns war auch so, als ob Kirchenlieder gesungen wurden. Nach der „Messe“ schlug dann wieder jemand auf die Glocke, einen traurigen Rhythmus.

Heute war sehr viel Volk auf dem Picknickareal, zum picknicken, zum Spielen und am frühen Abend zum Fußballkicken. Da schauten wir doch gleich mal nach, ob die Ausgangssperre eine vorzeitige Lockerung erfahren hat.

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49. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Dienstag, 12. Mai
Ruhiger sonniger Tag, in der Nacht war es nicht ganz so kühl wie in den letzten Tagen, aber noch angenehm. Moskitos belästigen uns immer noch, nicht sehr viele, aber die Stiche jucken tagelang, unangenehm 😫
Wie globetrottelig kann man sich anstellen? 🤔
Heute Morgen waren unsere Frühstückeier wieder knochenhart, genau wie vor zwei Tagen. Damals dachten wir, dass sich der digitale Timer verstellt hatte, aber heute Morgen stand er mit Bestimmtheit auf drei Minuten! ⏳ Erst nach dem Frühstück kamen uns die analogen richtigen Gedanken: die Freilandeier, die uns der nette Mann dieser Tage vorbeigebracht hatte, waren schon vorgekocht und unser weiteres Kochen hat diese auch nicht mehr weichgegart.

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Heute fuhr ein Radlader im kleinen Wäldchen sämtlich Pisten ab und hat die Wege von Gras und Unkräutern befreit sowie links und rechts des Pfades die Schneise verbreitet. Da wir von zwei Waldbränden hier in der Gegend gelesen haben, schließen wir daraus, dass es eine vorbeugende Maßnahme gegen die Brandgefahr ist. 🚒 Unseren Ranger haben wir nicht mehr gesehen, dabei hatte er doch versprochen, noch einmal nach dem Rechten zu schauen oder hat ihm jemand verraten, dass wir wie versprochen am Picknickareal stehen?  🤗
Wie gestern können wir eine Menge von Besuchern im Areal verzeichnen, am frühen Abend kamen wieder die Jungs und übten ihre Fußballkniffe, da kommt man beim Zuschauen schon ins Schwitzen. Heute waren es knapp über 30°C mit einen mäßigen Wind im Schatten, in der Sonne. 🥵

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50. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Mittwoch, 13. Mai
Es scheint uns so, dass wir versäumt haben, einen Bericht zu schreiben, oder haben wir diesen nicht korrekt gespeichert?  Wir haben überlegt, was es zu berichten gegeben hätte, es fällt uns nichts ein, da wird es bei diesen wenigen Zeilen bleiben.  🙄

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51. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Donnerstag, 14. Mai
Laut hupend und mit laufendem Motor stört uns ein Pick up am Morgen. Erst nach einer Weile realisieren wir, dass er mit uns kommunizieren möchte. Aus dem Auto raus ruft er uns zu, dass hier kein Campingplatz sei und dass am 21 Mai hier das Areal geöffnet werde und dass wir gefälligst verduften sollen. Irgendwie schaffen wir es nicht, mit ihm ein vernünftiges Gespräch zu führen, nur dass wir weg sollen, wohin usw. interessiert nicht.
Plan B setzten wir um, nachdem wir im Ort rasch eingekauft hatten, Brot und Fleisch beim Lieblingsmetzger. Auf der von der Piste abgewandten Seite stellten wir uns im Baumschatten 😀 am Zaun vom Picknickareal ab. Kaum dass wir uns dort ein wenig eingerichtet hatten und gerade zu Mittag essen wollten, kam der weiße Pickup um die Ecke gebogen. Das erste Wort war,  h i e r  könnten wir auch nicht stehen bleiben. Es sei hier wegen der Feuergefahr sehr gefährlich und außerdem sei hier kein Campingplatz. Er meinte, einen solchen sollten wir aufsuchen. Auf unser Hinweis, dass alle geschlossen seien, meinte er, wir könnten  uns irgendwo am Strand abstellen.
Nachdem er verschwunden war, überlegten wir intensiv, wohin. Am Strand ist keine Option, da haben wir vor ein paar Wochen schon einmal nach Schatten gesucht, es gibt dort keinen und für das Wochenende ist eine Minihitzewelle angesagt. Als einzige Alternative fällt uns der Platz bei der Konnos Beach ein, ein wenig Schatten, aber wegen der Hanglage immer etwas Wind, so war es wenigstens noch im April.
Da wir eh‘ am Lidl vorbei müssen, kaufen wir dort für die nächste Woche ein, die eingeschränkte Ausgangssperre endet ja dann. Im Lidl gibt es wie gewohnt alles und heute war es auch nicht sehr voll. Nach dem Einkauf geht es für einige Minuten auf den Motorway und wir haben unser Ziel rasch erreicht. Auf einen der obersten Parkebenen haben wir uns rasch abgestellt, hier stören wir auch keinen der Badegäste, die seit letzter Woche zum Strand dürfen.
Erst spät am Abend kühlt sich das Womo ab, durch die Fahrt in der Hitze, unterwegs zeigte das Bordthermometer bis zu 36°C an, und auch auf dem Lidl Patkplatz standen wir in der prallen Sonne.  🌞

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52. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Freitag, 15. Mai
Am Morgen wärmte die Sonne etwas unsere Breitseite vom Womo, da müssen wir wohl etwas umparken.
Zum Frühstücken setzten wir uns in den Schatten einiger Bäume direkt an der Abbruchkante vom Parkplatz, den Platz gaben wir den ganzen Tag nicht auf. Hier konnten wir schön schauen, was sich unten in der Badebucht tut, außerdem geht hier der meiste Wind. 🌬  Nur kurz stieg die Hitze am Mittag auf die 34er Marke, meist waren es nur 32 Grad.

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Die trockene Hitze war gut zu ertragen, nicht sooo schweiztreibend wie bei uns im Rheinland, nur trinken mussten wir recht viel, das Mittagessen ließen wir ausfallen, begnügten uns mit Joghurt und viel Obst.

Ich bin hier: N 35° 01.537′ E 033° 46.079′ // 52 m
Ü-Platz: Dasaki Achnas, Picnic Site
Ich bin hier: N 34° 59.017′ E 034° 04.076′ // 26 m
Ü-Platz: Agia Napa, Konnos Beach

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Freitag bis Donnerstag, 1. bis 7. Mai Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – in Dasaki Achnas

38. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Freitag, 1. Mai   TAG  DER ARBEIT
Wie war der Spruch? 🤔 Der Mai macht alles neu; Mairegen bringt Segen, usw.
Zunächst wundern wir uns am Morgen, keine Ruhestörung! 😃 Keine laut redenen Pkw Fahrer neben dem offenen Womofenster, kein Autoverkehr auf der Pisten, die Trilliaden von Tauben🕊 gurren anderso. 🤗
Ausgeschlafen schmeckt das Frühstück auf unserer neuen Terrasse doppelt so gut, noch haben wir nicht mitbekommen, dass wir schon Mai haben, keine Einladung zum Tanz in den Mai hat uns erreicht. 🕺💃
Nachdem Essen macht sich Jürgen gleich an die Ver- und Entsorgung, nun sind es ja nur noch wenige Schritte zum Sanitärgebäude. Nachdem die Sonne nicht mehr so hoch am Himmel steht, waren noch ein paar Außenarbeiten geplant, aber ein schnell aufziehendes Gewitter macht einen Strich durch die Planung.
Im Womo im Regen nur rumsitzen und durch die immer sauber werdenen Fenster zu starren wird auch langweilig; die Gelegenheit, den Blog zu bearbeiten und hochzuladen, viel neues zu berichten gab es ja nicht. Verwundert stellen wir dabei fest, heute ist der erste Mai und Tag der Arbeit, gut, dass wir die Arbeit eingestellt haben.🤗

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39. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Samstag, 2. Mai
Mückiger Abend, die hat wohl das Gewitter gestern Abend zum Leben erweckt und pisackten uns gewaltig.
Heute Morgen hatten wir wieder Terrassenwetter, das Frühstück fiel aber nur kurz aus, einkaufen war der Tagesplan. Der örtliche Dorfsupermarkt ist zwar nicht teuer, aber die Auswahl von Grünzeug am Mittwoch war äußerst bescheiden und Vitamine brauchen wir ja alle reichlich jetzt in der Krise?  🤔
Uns die vorgeschriebene SMS Genehmigung zum Verlassen unseres Camps zu holen, funktionierte heute gleich auf Anhieb, die Strafe für die Nichtbeachtung von je 300 € pro Kopf möchten wir doch äußerst ungern in Kauf nehmen! 💸
Das Moped steht neben dem Womo seit Tagen parat, nur noch unsere Wertstoffe einsammeln, damit die in einen ordnungsgemäßen Behälter kommen und schon düsen wir los. 23°C kündigt uns das Thermometer an, wie wir über die Landstraße längst der mittlerweile abgeernteten Felder fliegen; schade, dass der Weg so kurz ist. Großartige Umwege zu fahren, scheint uns zu teuer, immer wieder lesen wir von Kontrollen der Polizei.
Ein gewaltiger Schreck fährt uns in die Glieder wie wir auf den Kundenparkplatz vom Supermarkt einbiegen, gerappelt voll und vor dem Eingang hat sich eine lange Menschenschlange gebildet. Dort reihen wir uns dann auch ein, einen Parkplatz für das Moped zu finden ist ja nicht schwer. Gefühlte zwanzig Minuten warten wir mit den anderen, zum Glück stehen wir in der Schattenseite vom Gebäude, zwei Meter Abstand, wie die auf dem Boden markierten Hinweisschilder gebieten, hält niemand ein, Mundmasken tragen nur wenige. 😷 Wir hätten jetzt erwartet, wenn eine Person das Geschäft verlässt, dürfte eine andere hinein, weit gefehlt! Etwa zwanzig dürfen nach jeweils zehn Minuten rein, heraus gekommen sind aber deutlich mehr, wie sich der füllende Einkaufswagenparkplatz 🛒 zeigt, der große 🅿 ist auch leerer geworden.
In dem großen Supermarkt verlaufen sich die Kunden, nicht das erwartete Chaos begrüßt uns! Leere Regale sehen wir auch nicht, zwei Angestellte füllen die Regale auf, alle Kassen sind besetzt. 👍
Den gut gefüllten 🛒  zu entleeren brauchen wir einige Zeit, um die Lebensmittel in den Motorradpackkoffern effizient zu verteilen.
Zurück am Womo werden nur rasch die Kühlschranksachen verstaut, die Möbel aufgebaut, um die noch warmen Teigtaschen zu vertilgen. Leider haben wir nicht rausgeschmeckt, was in der einen so versteckt war, das Gewürz haben wir schon mal auf der Zunge gehabt, bei der Füllung rätseln wir, ob da kleingeschnittener Speck und Kichererbsenbrei drinnen war. 😋
Am späten Nachmittag fängt es wieder an kühl zu winden, in der Ferne hören wir wieder ein Gewittergrummeln. Kaum haben wir die Möbel eingeräumt. tröpfelt es etwas, ein paar Jugendliche finden auf der Grillfläche einen Meter über dem Erdboden einen trockenen Unterschlupf. 😆
Am Abend wundern wir uns nicht mehr, die 18 Uhr Regelung der nächtlichen Ausgangssperre wird wieder ignoriert, nach der Verordnung dürften sich ja eh‘ nur zwei Personen zusammen finden, das aber nur zum Einkaufen. 🤗

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40. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  – Sonntag, 3. Mai
Kein Sonnentag, eher ein windiger Wolkentag. Zum Frühstücken war es ja noch auszuhalten auf unserer Terrasse, hatten aber das erste Mal seit einiger Zeit mal wieder eine lange Hose an. Zum Mittagessen und auch später zum Kaffee zogen wir kurz ins gemütlich warme Womo. Am späten Nachmittag hatten wir wieder einige Fussball begeisterte Besucher, die sich erst gegen zwanzig Uhr endlich verzogen.

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41. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Montag, 4. Mai
Blauer Montag 🤔  Nö, als Langzeitreisende hat man/frau immer was zu tun:
Für das Frühstück auf der Terrasse die Möbel aufstellen und davor schnell Kaffee und Eier  🥚  kochen, spülen muß auch sein, danach ist Wasser zu holen, von selbst kommt es ja nicht in den Frischwassertank, die WC-Kassette füllt sich da effektiver/selbstständig, muß aber dann manuell entleert werden.
Auf dem kleinen Spielplatz finden sich ein paar Kinder ein, es ist so herrlich, wieder ein Kinderlachen zu hören. 🤩
Zum Wochenende blieb der Grill gezwungenermaßen kalt, das Grillgut kühl, heute muß es aber vernichtet werden. Die Vorbereitungen zum Grillen erforden keinen Kraftaufwand, benötigen aber einige Zeit:🍢🍽  🥩 
Untergestell für den Grill ausklappen und den Grill aufbauen, die Möbel mal wieder in den Schatten vor der weiter rückenden Sonne stellen und das Grünzeug für den Salat waschen, putzen und klein schnippeln. Die Salatsoße und die Currysoße fertig machen und abschmecken 😋, das Grillgut umsichtig im Grill platzieren und konzentriert beim Bräunen beobachten, nein, bei der anspruchsvollen Beschäftigung gibst keinen Alkohol (obwohl doch blauer Montag ist!). Kleines Malheur ist leider doch passiert, das zypriotische Fladenbrot war null komma nichts total bröckelig geworden, schmeckte aber trotzdem lecker.
Was kommt nach dem Grillen?
Wisst ihr doch alle selber!
Klar Schiff machen. 🤐
Andere fällige Arbeiten erledigten wir zwischen Kaffee und Abendessen natürlich auch noch, von selbst bleibt das Womo von innen und außen nicht fitt.
Gegen 14 Uhr fällt uns das einsame Thermometer, das auf dem Campingtisch in der Sonne steht, ins Auge, genau 40°C zeigen die digitalen Zifffern an, obwohl eine kräftige Brise weht. Der Umzug vom Thermometer in den Halbschatten ergibt zwar keine eisigen Temperaturen, aber nach wenigen Minuten sind es 10°C weniger auf der Anzeige.
Ziemlich geschafft und abgekämpft duschen 🚿 wir dann das erste Mal in dieser Woche, muß ja mal sein! Das war dann auch unser Glück, sonst hätten wir die ganze Womogilde unter Umständen alle blamiert. 🤗

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Weil es uns draußen im Wind zu kühl geworden ist, haben wir die Möbel eingeräumt und uns ins Womo verkrümelt. Dort standen noch alle Fenster offen, was nicht störte, da der Wind genau von hinten kam, quasi Flaute im Kabuff. 🌬
Wir glaubten es zunächst nicht, sagte doch eine deutsche klingende Stimme, ‚Kuck mal, die kommen aus DEUTSCHLAND❗‘
Natürlich eilten wir gleich aus dem Womo, um die Leute zu begrüßen❣
Wie die Frau hörte, eine Lufthansa-Angestellte im unbezahlten  Zwangsurlaub, dass wir schon über 40 Tage hier in der Kommune wohnen, war die erste Frage: Braucht ihr was? zum Wäsche waschen eine Waschmaschine ? 🥰
So lieb kann nur eine deutsche Hausfrau fragen, der Hausherr hätte bestimmt nur gefragt, ‚Willst du en Bier?’🍺 😎
Jetzt wissen wir nicht, ob wir die nette Frau entäuscht haben, weil wir keine Hilfe angenommen haben, vielleicht verirrt sie sich ja noch zu unserem Camp, da werden wir sie zu einen Kaffee mit Cerealien einladen, der Besuch kam einfach zu unerwartet, so dass wir unsere (deutschen) Manieren nicht schnell genug hervor gekramt bekamen. 🤭

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42. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  – Dienstag, fünfter fünfter
Warmer Frühlingstag, das Frühstücken auf unserer Terrasse war wieder ein Genuss, die Sonne schien, fast kein Wind und kein Mensch weit und breit, der mit uns den Gesang der Vögel geteilt hätte.
Die kleinen Arbeiten rund um’s Womo schreiten fort, eine „Baustelle“ nach der anderen wird von der Liste abgehakt, nicht das der falsche Eindruck entsteht, dass wir ununterbrochen am Malochen wären. 😆
Zum Zeitpunkt, wo wir den Grill installieren wollten, beobachten wir gespannt den Himmel, vom Westen schiebt sich unaufhaltsam langsam eine dunkle Wolkenwand auf uns zu. Kurz entschlossen geben wir auf und begnügen uns mit ein paar Butterbroten mit leckerer Leberwurst aus der Dose. Nur ein paar Regentropfen benässen zart die offenen und hoch aufgestellten Fenster, das Gewitter ist harmlos über uns hinweg gezogen. Gestern noch so warm, heute sind es fast 15 Grad kühler, aber wir jammern ja nicht, angenehmes Klima, um am Nachmittag mal nichts zu tun! 😁

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43. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Mittwoch, 6. Mai
Eigentlich gäbe es nichts zu berichten!       Eigentlich 🤗
Warmer aber ein sehr nerviger Wind wehte 🌬  den ganzen Tag, zur Kaffeezeit zeigte das Thermometer mal kurz 33 Grad im Halbschatten an, da geben wir dem Wind auf der Skala mindestens 30°C.
Bis gegen 18 Uhr hielten wir es im Outdoor aus, dann hatten wir aber genug von dem Wind, der uns ja leider nicht lautlos um die Ohren blies, außerdem hatten wir eine dringende Verabredung mit dem Abwasch. 🙄
Nicht dass es im Womo unangenehm warm geworden wäre, das bordeigene Thermometer brachte es noch nicht einmal auf 20°C als Höchstmarke, aber im Womo ging kein Windhauch, die Brise kam wieder von hinten.
Wir waren nur gerade einen kleinen Moment im Womo, wie wir von draußen angesprochen wurden. Ob es uns gut ginge, ob wir was bräuchten usw., fragte uns eine netter Mann. Dass es uns gut gehe, das konnten wir ihm überzeugend rüber bringen, das wir überhaupt nichts bräuchten irritierte ihn etwas. Er meinte, er hätte im Auto ein paar Orangen für uns mitbebracht, 🤗 ob er die holen dürfte und ob wir die möchten. Klar, frische Vitamine sind gut in der Krise! 😁
Irgend jemand muß uns im Dorf ‚verpetzt‘ haben, dass wir hier stehen (fast frischgeduscht 🤣), denn außer den Apfelsinen hatte er noch Wasser und Cerealien mitgebracht ❣
Im Westen geht am Abend die Sonne blutrot zu Neige, im Osten geht der volle Mond auf! 🤩

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44. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  –  Donnerstag, 7. Mai
Ein frischer Wind begleitet uns den ganzen Tag, er weht wieder aus dem Südwesten, so dass das Womo gut durchlüftet wird. Das Thermometer kommt nicht über die 30 Grad-Marke, der sehr böige Wind ist dabei sehr frisch, im Womo pendelt sich das Thermometer bei 24°C ein. Schon zum Mittagessen verziehen wir uns zum Essen ins Womo, freche Fliegen und der Wind verleiden uns den Aufenthalt auf der Terrasse. Zum nachmittäglichen Kaffee geben wir dann den Aufenthalt im Freien ganz auf, die frechen Fliegen haben Unterstützung von Beißfliegen bekommen, der Wind fühlte sich immer kühler an. 🥶

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Ich bin hier: N 35° 01.537′ E 033° 46.079′ // 52 m
Ü-Platz: Dasaki Achnas, Picnic Site

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Sonntag bis Donnerstag, 26. bis 30. April Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – in Dasaki Achnas

33. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Sonntag, 26. April
Mückenarme, kühle Nacht. Am Morgen begrüßte uns wieder die Sonne, aber es war merklich kühler, auch ging ein kräftiger Wind. Der sorgte dafür, dass wir uns überwiegend im Womo aufgehalten haben, beim Spaziergang am späten  Nachmittag fliegen die Schwalben in Bauchhöhe um uns herum. Nachdem die Sonne zur Ruhe gegangen ist, schlief auch bald der Wind ein, die Moskitos wurden munter.

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34. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Montag, 27. April
Ein paar Wolken verhinderten, dass es allzu warm wurde, ein angenehmer Wind verbesserte unser Wohlbefinden, ansonsten gibt es nichts zu berichten, außer, dass ein Farmer jetzt fleißig bei der Kartoffelernte ist.

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35. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  – Dienstag, 28. April
Ein ereignisreicher Tag; kaum dass wir unser Frühstückgeschirr im Womo verfrachtet haben, mußte ein älterer Mann mit seinem Pick up bei uns Station machen, er fand es super, dass wir hier in der schönen Umgebung so lange Urlaub machen. Später bekamen wir das unmoralische Angebot, uns als Haushüter zu betätigen, aber wir hoffen ja darauf, dass morgen das Parlament die vorgeschlagenen Erleichterungen bestätigt und verabschiedet, auch für den Nord Zypern Teil wird eine dreistufige Lockerung ab dem vierten Mai ins Auge gefaßt.
Heute ist uns aufgefallen, dass es erst nach zwanzig Uhr so richtig dämmerich wurde, im Westen hinter den Bäumen versteckt gab es wieder einen schönen Sonnenuntergang. Da merkten wir reichlich spät, dass wir unser Abendessen aus den Augen verloren haben, dann wurden wir uns nicht einig, was auf den Tisch kommt. Kurz entschlossen kam es zu einem Kompromiss, typisch deutsches Essen, Bratkartoffeln mit gebackenen Halloumikäse. 🤭

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36. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Mittwoch, 29. April
Vertreibung aus unserem Paradies!
Der Tag fing schon seltsam an; lange bevor die Wecker klingelten, gurrten ein paar Tauben um die Wette, logisch dass wir nach dem Weckton dann nicht sofort aufgestanden sind. Etwas irritiert vernahmen wir nur wenig später ein dezentes klopfen an der Womotür, draußen stand ein Ranger im Grünzeug. Freundlich erklärte er uns, dass wir hier nicht campen dürften, auch dürften wir hier kein Feuer machen. Zunächst verwiesen wir darauf, dass wir kein offenes Feuer hier entfacht haben und campen würden wir hier ja nur, weil wir nirgends wo hin könnten. Verwundert nahm er zur Kenntnis, dass wir hier schon an die fünf Wochen stehen. Nachdem er sich unser äußerst saubere Camp angesehen hat, gab er seine Zustimmung, dass wir hier weiterhin stehen bleiben dürfen. 😃 Für den Fall der Fälle nannte er uns noch die Telefonnummer vom Fire Department, da sollen wir sofort anrufen, wenn wir ein Feuer bemerken.  🚒
Eine kleine Weile später, wir saßen gerade auf der Terrasse beim frühstücken, kam der gute Mensch wieder, er habe mit seinem Chef telefoniert und wir könnten doch nicht weiterhin hier campieren. Um hier in der Gegend weiterhin zu verweilen, müssten wir mit dem britischen Gouvernement telefonieren und uns im Ort beim Konzil melden. Um uns die Sache zu erleichtern, werde er gleich zum Konzil im Ort fahren und die Sache vorab für uns klären.
Nachdem wir unser Frühstück beendet hatten, schmissen wir uns in die besten Klamotten, nahmen unsere nicht mehr benötigten Wertstoffe mit auf den Weg in den Ort. Da wir ahnten, wo das Konzil sein müsste, fanden wir dieses dann auch gleich auf Anhieb, nur auf der versperrten Doppeltür erklärten zwei verschiedene DIN4 Ausdrucke auf Griechisch mit kyrllischen Buchstaben, dass hier kein Durchkommen ist? 🤔
Unsere zaghafte Rüttelei an der Glasfront ist im Inneren wohl vernommen worden, eine Angestellte deutet lächelnd auf die offene Hintertür und macht uns Zeichen, um das Gebäude herum zu gehen. Schnell ist geklärt, dass wir DIE CAMPER sind, man bittet uns auf der schattigen Terrasse Platz zu nehmen. Möchten sie was trinken, Wasser oder zypriotischen oder Nescafé? (Nein, Bier oder Wein war nicht im Angebot.) Nun folgte ein kleiner Smalltalk, ein älterer Mann in Arbeitskluft führte im passablen Englisch das Gespräch. Nachdem geklärt war, dass wir nicht auf Zypern leben, sondern deutsche Touristen auf einer Zypernrundreise sind, wurde die Stimmung noch entspannter und noch freundlicher. Die Angestellte sammelte unserer Persos zum fotokopieren ein und uns wurde jetzt endgültig Kaffee aufgezwungen. 🤭
Nach und nach wurde uns klar, der Mann im Arbeitsanzug hat hier ein gewichtiges Wort zu sagen. Eeine ganze Weile später, nachdem wir uns geoutet und ihm Bilder von Marokko auf den Tab 💻 gezeigt hatten, er träumt von der eigenen Sahara Tour, unterschrieb er lässig unsere Aufenthaltsgenehmigung❗

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Nun tauchte sogar noch ein maskierter 😷 Mann auf, der auch noch Gummihandschuhe trug, man beruhigte uns, das sei nur ein Polizist. 🚔 Er ließ von unseren Persos und der Aufenthaltsgenehmigung weitere fotokopien anfertigen, ließ uns die Telefonnummer der Polizei auswendig lernen (112) und verschwand alsbald. Von der sympathischen Angestellten bekamen wir zum Abschied auch noch ihre Telefonnummer mit auf dem Weg.
Zunächst eilten wir zur geöffneten Metzgerei, viel Auswahl war nicht in der Kühltheke, so kauften wir uns eine anständige Auswahl an Koteletts, anschließend besuchten wir den dörflichen Supermarkt, hier saß an der Kasse wie gehabt der Chef mit seiner Gesichtsmaske. Viel Auswahl an Grünzeug gab es nicht, so ergatterten wir rasch den letzten Vorrat von den kleinen Bananen. Brot und Cerealien wanderten auch mit auf dem Weg zur Kasse und wir stellten uns erst jetzt die Frage,  ob wir die Einkaufskörbe 🛒 übersehen hatten? 🤔
War natürlich ein größerer Einkauf geworden, zum Glück war die große Tasche von den Wertstoffen befreit und nahm spielend den Einkauf auf. Auf dem Rückweg trafen wir viele Menschen ohne Masken, ob die sich wirklich alle eine SMS-Genehmigung geholt haben, bezweifelen wir auch.
Zurück am Womo konnten wir gleich Mittag machen, nach der Kaffeetafel packten wir unsere sieben Sachen zusammen und wechselten zum Parkplatz vom Picknickareal. Zwei Pkws standen da auch schon rum, und Spaziergänger waren auf den Weg in das Dorf, gilt hier die eingeschränkte Ausgangssperre nicht?  🤗  🤔

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37. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  –  Donnerstag, 30. April
Morgends um sieben Uhr war die Nacht zu Ende, direkt neben dem Womo stellte sich ein Duo mit ihrem Pkw ab und quatschte laut vor unserem Fenster. 😕
Kaum das die endlich wegfahren waren, meldeten sich ein paar Millionen Tauben zu Wort, sie gurrten um die Wette, nur die lauten Hammerschläge von der orthodoxen Kirche konnten das noch toppen. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass die nebenan vorbeiführende Piste eigentlich nirgendwohin führt und eigentlich sehr verkehrsarm ist, nun scheint es ein weiterer Schleichweg der SMS-Verweigerer zu sein, um in den nächsten Ort oder zum Lidl zu fahren.
Vor dem Frühstück breiten wir einen kleinen Teppich neben dem Womo aus, damit wir von dem kniehohen Gras beim Sitzen nicht gepickst werden. Bis nach der Mittagszeit kehrte sowas wie Ruhe ein, wir konnten weitere kleinere Wartungsarbeiten erledigen, Dagmar nimmt weitere „Produkte“ in die VORRAT Liste App auf, damit hört in Zukunft die Sucherei hoffentlich auf?  🤔
Zur Kaffeezeit frischte der Wind bei mittlerweile zugezogenem Himmel auf, ein Pärchen verschwand im Wald zu einem Schäferstündchen und auf unserem Parkplatz tummelten sich zeitweise bis zu vier Pkws gleichzeitig. Wir haben uns die neuen Verordnungen der eingeschränkten Ausgangssperre extra noch einmal angesehen, eigentlich dürfte niemand hier sein, ob wir alleine vor der Womotür hocken dürfen, ist nicht explizit definiert, die haben uns Womofahrer nicht erfasst! 😃

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Ich bin hier: N 35° 01.431′ E 033° 46.200′ // 52 m
Ü-Platz: Dasaki Achnas, Picnic Site, alternativ (wegen Ausgangssperre)
Ich bin hier: N 35° 01.537′ E 033° 46.079′ // 52 m
Ü-Platz: Dasaki Achnas, Picnic Site

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Ostersonntag bis Samstag, 19. bis 25. April Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – in Dasaki Achnas

26. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Ostersonntag, 19. April
Den ganzen Abend über wurde geschossen, geballert und geböllert, dazwischen erklangen immer wieder die Glocken der nahen orthodoxen Kirche. Es war bei weitem nicht so laut und intensiv wie damals in Italien, aber wenn man bedenkt, dass es in der letzten Silvesternacht lautlos zuging, doch ganz schön beeindruckend! 🔔
Müssen wir jetzt noch eine schöne Ostern wünschen? 🤔
Nun, wen unsere Osterwünsche noch nicht erreicht haben, FROHE OSTERN!
Nach der recht kühlen Nacht erwartete uns ein windarmer Tag, das Thermometer hätte in der Sonnne bestimmt mehr wie 30°C angezeigt, aber Dagmar war nicht zu motivieren, das Thermometer aus dem Womo zu holen und in die Sonne zu halten, Jürgen musste ja im Schatten gegen die frechen Fliegen die Stellung halten.
Bis weit nach dem mittäglichen Grillen vernahmen wir keine Geräusche aus der Zivilisation, erst zur Kaffeetafel am Nachmittag hörten wir die ersten Fahrzeuge auf der weit entfernten Straße. Ein älterer Grieche auf einem Mofa hielt zu einem längeren Schwätzchen an, ganz offensichtlich gefiel ihm unser Womo und unsere Lebensart.

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27. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Ostermontag, 20. April
Ruhige Nacht, nur ganz wenig wurde geböllert, vor den Mücken hatten wir auch Ruhe.
Der Vormittag war wieder sehr ruhig, wie gestern wurde es erst nach dem Mittagsgrillen etwas lebhafter. Vier verschiedene Gruppen von Wanderern, Radfahrern und Joggern sahen wir auf weit entfernten Pfaden vorbeiziehen, bis zum späten Abend hörten wir vom Spielplatz beim Picknickareal Kinderstimmen bis zu uns rüberschallen. Wie das alles zu der eingeschränkten Ausgangssperre passt entzieht sich unserer Kenntnis.

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28. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Dienstag, 21. April
Großflächig bedeckter Himmel, trotzdem hatten wir bis zum Nachmittag im Schatten um die 26°C. Dann klarte es rasch auf und das Thermometer schoß im Schatten gegen 17 Uhr bis auf die 33°C Marke.
Zu berichten gab es nichts, kein Besuch war weit und breit zu sehen, uns schocken und irritieren die Berichte und die Nachrichten.

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29. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Mittwoch, 22. April
Nichts passiert, die sehr geringe Luftfeuchtigkeit macht uns auch in der prallen Sonne den Aufenthalt außerhalb vom Schatten leicht. Nur zur Mittagszeit merken wir schon die enorme Kraft von der Sonne, ohne den erfrischenden Wind wäre es schon fast unangenehm, längere Zeit selbst im Schatten zu verweilen.
Zum Glück haben wir vor der südlichen Front vor dem Womo den Zwillingsbaum, der uns ab dem Vormittag bis zum Abend reichlich Schatten spendet. Trotz allem würden wir uns freuen, wenn es demnächst noch wärmer wird, dass die Reisebeschränkung aufgehoben wird und wir uns auf den Weg in die Berge begeben könnten.
Bevor wir uns zum Kaffee niederließen, haben wir alle Luken vom Womo festverschlossen und das erste Mal seit Jahren das Innere mit Insektenspray bearbeitet, am Abend hatten wir dann Ruhe vor den Quälgeistern.

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30. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  –  Donnerstag, 23. April
Ein schöner Tag, kurz vor der Kaffeetafel am Nachmittag mußten wir die Terrasse räumen, die Markise rüttelte schon eine ganze Weile im Wind, der immer ungemütlicher wurde. Ein paar Schleierwolken versperrten den wärmenden Sonnenstrahlen den Zugang zu uns, der Wind wurde richtig kühl, Abflug ins warme Womo war von Nöten.

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31. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  –  Freitag , 24. April
Temperatursturz! Heute nur noch um die 23°C, hatten wir doch gestern noch über 30°C laut den offiziellen Nachrichten. Die verlautbaren auch schon mal, wie es mit der eingeschränkten Ausgangssperre weitergehen wird. Laut vorläufigem Plan soll ab der ersten Maiwoche die Einschränkungen 14tägig stufenweise abgeschafft werden. Dann werden voraussichtlich in 8 Wochen die Restaurants geöffnet, vier Wochen später könnte der touristische Flugverkehr wieder aufgenommen werden.
Gleich nach dem Frühstück müssen wir dann unsere Terrasse räumen, nein, nicht wegen Corona, viel profaner, wegen ein paar Regentropfen. 🤗
Die im Netz gefundenen Corona-Regeln möchten wir euch nicht vorenthalten, wir lieben den türkischen Humor!  🤣😂😂

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Corona Regeln! ☝🏻   (von Mehmet Erkan)

1. Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es möchten, dann dürfen Sie es schon.

2. Masken sind nutzlos, aber Sie sollten unbedingt eine tragen, denn sie kann Leben retten.

3. Alle Läden sind geschlossen, außer die, die geöffnet sind.

4. Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu gefährlich, außer dass es eventuell zu einer globalen Katastrophe führt, bei der dann sehr viele sterben, aber die Sterberate ist sehr niedrig.

5. Jeder muss zuhause bleiben, aber es ist wichtig auch rauszugehen, besonders bei Sonnenschein, aber es ist besser nicht rauszugehen, außer natürlich für Sport, aber eigentlich… NEIN.

6. Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen und andere sind zur Zeit nicht da.

7. Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt.

8. Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als sonst noch niemand getestet wurde. Plus ein paar Tiger hier und da und selten Hunde, eigentlich keine Hunde, aber manchmal doch auch schon.

9. Jegliche Oberflächen, außer das Fell ihres Haustieres können die Krankheit natürlich übertragen.

10. Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind. Aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben ohne krank zu sein oder ansteckend sein ohne Symptome zu haben, sowie visa versa.

11. Man kann nicht in Altersheime gehen oder seine Großeltern besuchen, aber man muss sich um sie kümmern und am besten Lebensmittel und Medikamente mitbringen.

12. Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein vier, nein sechs, nein habe ich Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Aber eigentlich nicht unbedingt.

13. Das Virus bleibt eigentlich nicht in der Luft, aber öfter mal schon. Vor allem in einem geschlossenen Raum.

14. Es handelt sich hier grundsätzlich nicht um Schmierviren, aber eine Schmierinfektion wäre möglich.

15. Wir sollten so lange eingesperrt bleiben bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine kollektive Immunität erreichen. Also wenn es zirkuliert.

16. Sollten Sie erkrankt gewesen sein, werden Sie möglicherweise später wieder erkranken, dazwischen sind Sie aber immun.

17. Goldene Regel: Benutzen Sie Ihr Gehirn und wenn nicht, halten Sie einen enorm großen Vorrat an Mehl, Hefe, Nudeln und Toilettenpapier bereit – das wird helfen.

⚠ Bitte berücksichtigen, das wird Euch retten. Oder auch nicht. 🤷🏼‍♀

32. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  –  Samstag , 25. April
Dumpfes Gewitterbrummeln weckt uns, die wenigen aber heftigen Regentropfen schaffen es aber, die Spuren vom Saharasand vom letzten Regen von den immer noch schmuddeligen Fensterscheiben wegzuspülen. Frühstück auf der Terrasse fällt da heute aus, es gibt keinen Grund eilig aufzustehen. Eine großartige Abkühlung hat das Gewitter auch nicht gebracht und aus den großen Wolkenlücken scheint zwischendurch kräftig die Sonne. Das wechselhafte Wolkenspiel verlockt auch keine Einheimischen, heimlich auf den Pfaden rund um das Womo zu schleichen, auf den Feldern rund um das Wäldchrn haben die Farmer gestern alles für den Regen vorbereitet und so werden wir von Landmaschinenlärm verschont, 🚜 heute weht uns wieder ein Duft der weiten Welt entgegen.  😷

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Ich bin hier: N 35° 01.431′ E 033° 46.200′ // 52 m
Ü-Platz: Dasaki Achnas, Picnic Site, alternativ (wegen Ausgangssperre)

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