Freitag bis Donnerstag, 1. bis 7. Mai Zwanzigzwanzig – Globetrottel’s Bericht – in Dasaki Achnas

38. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Freitag, 1. Mai   TAG  DER ARBEIT
Wie war der Spruch? 🤔 Der Mai macht alles neu; Mairegen bringt Segen, usw.
Zunächst wundern wir uns am Morgen, keine Ruhestörung! 😃 Keine laut redenen Pkw Fahrer neben dem offenen Womofenster, kein Autoverkehr auf der Pisten, die Trilliaden von Tauben🕊 gurren anderso. 🤗
Ausgeschlafen schmeckt das Frühstück auf unserer neuen Terrasse doppelt so gut, noch haben wir nicht mitbekommen, dass wir schon Mai haben, keine Einladung zum Tanz in den Mai hat uns erreicht. 🕺💃
Nachdem Essen macht sich Jürgen gleich an die Ver- und Entsorgung, nun sind es ja nur noch wenige Schritte zum Sanitärgebäude. Nachdem die Sonne nicht mehr so hoch am Himmel steht, waren noch ein paar Außenarbeiten geplant, aber ein schnell aufziehendes Gewitter macht einen Strich durch die Planung.
Im Womo im Regen nur rumsitzen und durch die immer sauber werdenen Fenster zu starren wird auch langweilig; die Gelegenheit, den Blog zu bearbeiten und hochzuladen, viel neues zu berichten gab es ja nicht. Verwundert stellen wir dabei fest, heute ist der erste Mai und Tag der Arbeit, gut, dass wir die Arbeit eingestellt haben.🤗

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39. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Samstag, 2. Mai
Mückiger Abend, die hat wohl das Gewitter gestern Abend zum Leben erweckt und pisackten uns gewaltig.
Heute Morgen hatten wir wieder Terrassenwetter, das Frühstück fiel aber nur kurz aus, einkaufen war der Tagesplan. Der örtliche Dorfsupermarkt ist zwar nicht teuer, aber die Auswahl von Grünzeug am Mittwoch war äußerst bescheiden und Vitamine brauchen wir ja alle reichlich jetzt in der Krise?  🤔
Uns die vorgeschriebene SMS Genehmigung zum Verlassen unseres Camps zu holen, funktionierte heute gleich auf Anhieb, die Strafe für die Nichtbeachtung von je 300 € pro Kopf möchten wir doch äußerst ungern in Kauf nehmen! 💸
Das Moped steht neben dem Womo seit Tagen parat, nur noch unsere Wertstoffe einsammeln, damit die in einen ordnungsgemäßen Behälter kommen und schon düsen wir los. 23°C kündigt uns das Thermometer an, wie wir über die Landstraße längst der mittlerweile abgeernteten Felder fliegen; schade, dass der Weg so kurz ist. Großartige Umwege zu fahren, scheint uns zu teuer, immer wieder lesen wir von Kontrollen der Polizei.
Ein gewaltiger Schreck fährt uns in die Glieder wie wir auf den Kundenparkplatz vom Supermarkt einbiegen, gerappelt voll und vor dem Eingang hat sich eine lange Menschenschlange gebildet. Dort reihen wir uns dann auch ein, einen Parkplatz für das Moped zu finden ist ja nicht schwer. Gefühlte zwanzig Minuten warten wir mit den anderen, zum Glück stehen wir in der Schattenseite vom Gebäude, zwei Meter Abstand, wie die auf dem Boden markierten Hinweisschilder gebieten, hält niemand ein, Mundmasken tragen nur wenige. 😷 Wir hätten jetzt erwartet, wenn eine Person das Geschäft verlässt, dürfte eine andere hinein, weit gefehlt! Etwa zwanzig dürfen nach jeweils zehn Minuten rein, heraus gekommen sind aber deutlich mehr, wie sich der füllende Einkaufswagenparkplatz 🛒 zeigt, der große 🅿 ist auch leerer geworden.
In dem großen Supermarkt verlaufen sich die Kunden, nicht das erwartete Chaos begrüßt uns! Leere Regale sehen wir auch nicht, zwei Angestellte füllen die Regale auf, alle Kassen sind besetzt. 👍
Den gut gefüllten 🛒  zu entleeren brauchen wir einige Zeit, um die Lebensmittel in den Motorradpackkoffern effizient zu verteilen.
Zurück am Womo werden nur rasch die Kühlschranksachen verstaut, die Möbel aufgebaut, um die noch warmen Teigtaschen zu vertilgen. Leider haben wir nicht rausgeschmeckt, was in der einen so versteckt war, das Gewürz haben wir schon mal auf der Zunge gehabt, bei der Füllung rätseln wir, ob da kleingeschnittener Speck und Kichererbsenbrei drinnen war. 😋
Am späten Nachmittag fängt es wieder an kühl zu winden, in der Ferne hören wir wieder ein Gewittergrummeln. Kaum haben wir die Möbel eingeräumt. tröpfelt es etwas, ein paar Jugendliche finden auf der Grillfläche einen Meter über dem Erdboden einen trockenen Unterschlupf. 😆
Am Abend wundern wir uns nicht mehr, die 18 Uhr Regelung der nächtlichen Ausgangssperre wird wieder ignoriert, nach der Verordnung dürften sich ja eh‘ nur zwei Personen zusammen finden, das aber nur zum Einkaufen. 🤗

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40. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  – Sonntag, 3. Mai
Kein Sonnentag, eher ein windiger Wolkentag. Zum Frühstücken war es ja noch auszuhalten auf unserer Terrasse, hatten aber das erste Mal seit einiger Zeit mal wieder eine lange Hose an. Zum Mittagessen und auch später zum Kaffee zogen wir kurz ins gemütlich warme Womo. Am späten Nachmittag hatten wir wieder einige Fussball begeisterte Besucher, die sich erst gegen zwanzig Uhr endlich verzogen.

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41. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Montag, 4. Mai
Blauer Montag 🤔  Nö, als Langzeitreisende hat man/frau immer was zu tun:
Für das Frühstück auf der Terrasse die Möbel aufstellen und davor schnell Kaffee und Eier  🥚  kochen, spülen muß auch sein, danach ist Wasser zu holen, von selbst kommt es ja nicht in den Frischwassertank, die WC-Kassette füllt sich da effektiver/selbstständig, muß aber dann manuell entleert werden.
Auf dem kleinen Spielplatz finden sich ein paar Kinder ein, es ist so herrlich, wieder ein Kinderlachen zu hören. 🤩
Zum Wochenende blieb der Grill gezwungenermaßen kalt, das Grillgut kühl, heute muß es aber vernichtet werden. Die Vorbereitungen zum Grillen erforden keinen Kraftaufwand, benötigen aber einige Zeit:🍢🍽  🥩 
Untergestell für den Grill ausklappen und den Grill aufbauen, die Möbel mal wieder in den Schatten vor der weiter rückenden Sonne stellen und das Grünzeug für den Salat waschen, putzen und klein schnippeln. Die Salatsoße und die Currysoße fertig machen und abschmecken 😋, das Grillgut umsichtig im Grill platzieren und konzentriert beim Bräunen beobachten, nein, bei der anspruchsvollen Beschäftigung gibst keinen Alkohol (obwohl doch blauer Montag ist!). Kleines Malheur ist leider doch passiert, das zypriotische Fladenbrot war null komma nichts total bröckelig geworden, schmeckte aber trotzdem lecker.
Was kommt nach dem Grillen?
Wisst ihr doch alle selber!
Klar Schiff machen. 🤐
Andere fällige Arbeiten erledigten wir zwischen Kaffee und Abendessen natürlich auch noch, von selbst bleibt das Womo von innen und außen nicht fitt.
Gegen 14 Uhr fällt uns das einsame Thermometer, das auf dem Campingtisch in der Sonne steht, ins Auge, genau 40°C zeigen die digitalen Zifffern an, obwohl eine kräftige Brise weht. Der Umzug vom Thermometer in den Halbschatten ergibt zwar keine eisigen Temperaturen, aber nach wenigen Minuten sind es 10°C weniger auf der Anzeige.
Ziemlich geschafft und abgekämpft duschen 🚿 wir dann das erste Mal in dieser Woche, muß ja mal sein! Das war dann auch unser Glück, sonst hätten wir die ganze Womogilde unter Umständen alle blamiert. 🤗

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Weil es uns draußen im Wind zu kühl geworden ist, haben wir die Möbel eingeräumt und uns ins Womo verkrümelt. Dort standen noch alle Fenster offen, was nicht störte, da der Wind genau von hinten kam, quasi Flaute im Kabuff. 🌬
Wir glaubten es zunächst nicht, sagte doch eine deutsche klingende Stimme, ‚Kuck mal, die kommen aus DEUTSCHLAND❗‘
Natürlich eilten wir gleich aus dem Womo, um die Leute zu begrüßen❣
Wie die Frau hörte, eine Lufthansa-Angestellte im unbezahlten  Zwangsurlaub, dass wir schon über 40 Tage hier in der Kommune wohnen, war die erste Frage: Braucht ihr was? zum Wäsche waschen eine Waschmaschine ? 🥰
So lieb kann nur eine deutsche Hausfrau fragen, der Hausherr hätte bestimmt nur gefragt, ‚Willst du en Bier?’🍺 😎
Jetzt wissen wir nicht, ob wir die nette Frau entäuscht haben, weil wir keine Hilfe angenommen haben, vielleicht verirrt sie sich ja noch zu unserem Camp, da werden wir sie zu einen Kaffee mit Cerealien einladen, der Besuch kam einfach zu unerwartet, so dass wir unsere (deutschen) Manieren nicht schnell genug hervor gekramt bekamen. 🤭

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42. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  – Dienstag, fünfter fünfter
Warmer Frühlingstag, das Frühstücken auf unserer Terrasse war wieder ein Genuss, die Sonne schien, fast kein Wind und kein Mensch weit und breit, der mit uns den Gesang der Vögel geteilt hätte.
Die kleinen Arbeiten rund um’s Womo schreiten fort, eine „Baustelle“ nach der anderen wird von der Liste abgehakt, nicht das der falsche Eindruck entsteht, dass wir ununterbrochen am Malochen wären. 😆
Zum Zeitpunkt, wo wir den Grill installieren wollten, beobachten wir gespannt den Himmel, vom Westen schiebt sich unaufhaltsam langsam eine dunkle Wolkenwand auf uns zu. Kurz entschlossen geben wir auf und begnügen uns mit ein paar Butterbroten mit leckerer Leberwurst aus der Dose. Nur ein paar Regentropfen benässen zart die offenen und hoch aufgestellten Fenster, das Gewitter ist harmlos über uns hinweg gezogen. Gestern noch so warm, heute sind es fast 15 Grad kühler, aber wir jammern ja nicht, angenehmes Klima, um am Nachmittag mal nichts zu tun! 😁

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43. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre – Mittwoch, 6. Mai
Eigentlich gäbe es nichts zu berichten!       Eigentlich 🤗
Warmer aber ein sehr nerviger Wind wehte 🌬  den ganzen Tag, zur Kaffeezeit zeigte das Thermometer mal kurz 33 Grad im Halbschatten an, da geben wir dem Wind auf der Skala mindestens 30°C.
Bis gegen 18 Uhr hielten wir es im Outdoor aus, dann hatten wir aber genug von dem Wind, der uns ja leider nicht lautlos um die Ohren blies, außerdem hatten wir eine dringende Verabredung mit dem Abwasch. 🙄
Nicht dass es im Womo unangenehm warm geworden wäre, das bordeigene Thermometer brachte es noch nicht einmal auf 20°C als Höchstmarke, aber im Womo ging kein Windhauch, die Brise kam wieder von hinten.
Wir waren nur gerade einen kleinen Moment im Womo, wie wir von draußen angesprochen wurden. Ob es uns gut ginge, ob wir was bräuchten usw., fragte uns eine netter Mann. Dass es uns gut gehe, das konnten wir ihm überzeugend rüber bringen, das wir überhaupt nichts bräuchten irritierte ihn etwas. Er meinte, er hätte im Auto ein paar Orangen für uns mitbebracht, 🤗 ob er die holen dürfte und ob wir die möchten. Klar, frische Vitamine sind gut in der Krise! 😁
Irgend jemand muß uns im Dorf ‚verpetzt‘ haben, dass wir hier stehen (fast frischgeduscht 🤣), denn außer den Apfelsinen hatte er noch Wasser und Cerealien mitgebracht ❣
Im Westen geht am Abend die Sonne blutrot zu Neige, im Osten geht der volle Mond auf! 🤩

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44. Tag der eingeschränkten Ausgangssperre  –  Donnerstag, 7. Mai
Ein frischer Wind begleitet uns den ganzen Tag, er weht wieder aus dem Südwesten, so dass das Womo gut durchlüftet wird. Das Thermometer kommt nicht über die 30 Grad-Marke, der sehr böige Wind ist dabei sehr frisch, im Womo pendelt sich das Thermometer bei 24°C ein. Schon zum Mittagessen verziehen wir uns zum Essen ins Womo, freche Fliegen und der Wind verleiden uns den Aufenthalt auf der Terrasse. Zum nachmittäglichen Kaffee geben wir dann den Aufenthalt im Freien ganz auf, die frechen Fliegen haben Unterstützung von Beißfliegen bekommen, der Wind fühlte sich immer kühler an. 🥶

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Ich bin hier: N 35° 01.537′ E 033° 46.079′ // 52 m
Ü-Platz: Dasaki Achnas, Picnic Site

Kategorien: 2020-05 Mai, Zypern | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

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